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Was ist i-Size? – Alles, was Sie zum Standard wissen müssen!

Aktualisiert am 5. November 2019

In diesem Artikel möchten wir ein wenig Licht ins Dunkel rund um das Thema i-Size Kindersitz bringen. Der Begriff ist Ihnen bestimmt schon mal um die Ohren geflogen. Wir erklären, was das eigentlich ist und warum die Norm in der Zukunft immer wichtiger werden wird. Anschließend beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema und was es mit dem berühmten i-Size Auto auf sich hat.

i-Size - Das Wichtigste in Kürze
  • Größenangabe in Zentimeter erforderlich (zur richtigen Wahl der Sitzgröße)
  • bis mindestens 15 Monate muss das Kind rückwärts fahren
  • Sitz muss integrierten Seitenaufprallschutz haben
  • ISOFIX Befestigung zum Schutz vor Fehlinstallation ist zwingend*
  • Autositz muss in jedem kompatiblen Auto installierbar sein

*gilt nicht für Phase 3; Ursprünglich durften Sitze nach dieser Auflage ausschließlich mit ISOFIX befestigt werden, es durfte also keinen i-Size Kindersitz ohne ISOFIX geben. Mittlerweile gibt es aber ein paar Phase 3 Sitze, die sich mit dem 3-Punkt Autogurt befestigen lassen.

Das Zulassungsverfahren für Kindersitze

Kindersitze und Babyschalen auf dem europäischen Markt müssen einer Norm entsprechen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass bestimmte Vorschriften eingehalten werden und die Kinder bzw. Babys sicher im Auto transportiert werden können. Dewegen muss jedes Produkt ein spezielles Zulassungsverfahren durchlaufen bevor es auf den Markt gebracht werden kann.

Bisher war das die Kindersitz Norm ECE R44, die seit 1993 existiert und in verschiedenen Neuauflagen erschien. Die Norm wird seit jeher stetig weiterentwickelt, so dass sie den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht. Die letzte Version ist die Version 04, die seit 2005 besteht. Alle Kindersitze ab diesem Baujahr werden also nach ECE R44/04 geprüft und zugelassen. Nach fast einem Jahrzehnt wurde diese mittlerweile alte Regelung komplett neu überarbeitet. Erschienen ist die neue i-Size Norm ECE R129.

Die Grundlagen

Die neue Zulassung nach ECE R129 soll deutlich mehr Schutz bei Unfällen bei höherer Geschwindigkeit bieten. Es ist ein neuer internationaler Sicherheitsstandard, der auf lange Sicht die alte Kindersitznorm ECE R44 ablösen soll. Mit einem i-Size Kindersitz soll im Ernstfall der Nacken und Kopf besser geschützt werden als mit einem herkömlichen Sitz oder Babyschale.

Die neue Regelung ist zusätzlich zur alten ECE R44 in Kraft getreten. Das i-Size Gesetz ist bereits in 60 Staaten weltweit gültig.

Unterteilung in drei Phasen

Die Regelung wird in insgesamt drei Phasen anlaufen. Die komplette Verordnung wird also erst in ein paar Jahren gelten.

Die Phase 1 der neuen Norm ECE R129 ist bereits 2013 in Kraft getreten. Es betrifft mit ISOFIX fixierte Babyschalen und Kindersitze, die mit einem eigenen Gurtsystem ausgestattet sind. Diese entspricht ungefähr den Gruppen 0+ und 1 der alten ECE R44 Regelung. Neue i-Size Größe ist 40 cm bis 105 cm. Alte Kindersitze nach ECE R44 dürfen noch weiter benutzt werden, ein Verbot ist nicht vorgesehen.

Die Phase 2 betrifft alle Sitze ohne eigenes Gurtsystem. In erster Linie sind das Sitze der bisherigen Gruppe 2/3 nach ECE R44. Es betrifft auch Sitzerhöhungen mit oder ohne Seitenschutz. Diese Phase ist im Sommer 2017 in Kraft getreten. Die entsprechende Größenbezeichnung dieser Zulassung ist 100 cm bis 150 cm.

Die Phase 3 vom i-Size Gesetz betrifft mit dem Gurt fixierte Babyschalen und Kindersitze mit eigenem Gurtsystem. Speziell für Kindersitze mit integriertem Hosenträgergurt sollen ab 2018 strengere Kriterien gelten. Die Einführung ist im Laufe des Jahres 2019 geplant. Die neue Größenbezeichnung ist ebenfalls 40 cm bis 105 cm.

Besonderheiten der i-Size Norm

Nachfolgend möchten wir die fünf Punkte von obiger Liste konkret ausführlich behandeln.

Einteilung nach Körpergröße

Anders als bei den Kindersitzen nach dem Standard ECE R44, bei denen nach dem Körpergewicht unterteilt wird, existiert für einen Kindersitz nach R129 so eine Unterteilung nicht. Hier werden die Kindersitze und Babyschalen nach Körpergröße, genauer gesagt Körperlänge, eingeteilt. Ob die Körperlänge nun ein besseres Kriterium ist – darüber lässt sich streiten.

Sicherlich kennen die meisten Eltern die Körperlänge ihres Kindes besser, da sie ja auch beim Kauf von passender Kleidung von großer Bedeutung ist. Allerdings ist der Körperbau von jedem Kind auch unterschiedlich. Kinder erfahren zu den unterschiedlichsten Zeiten Wachstumsschübe, und so ist die Körperlänge selbst in der gleichen Altersklasse oft nicht vergleichbar.

Daher wird oft auch zusätzlich das ungefähre Alter und Gewicht angegeben, obwohl es streng genommen bei Sitzen nach dieser Auflage keine Rolle spielen sollte. Als Maßstab kann es trotzdem dienen. Was aber auf jeden Fall wegfällt, ist die Einteilung in Gruppen. Denn i-Size ist keine weitere Gruppe, sondern nur eine weitere Norm. Der Einfachheit halber haben wir in unserem Filter die Sitze nach dieser Zulassung aber als letzten Punkt den Gruppen zugeordnet.

Warum hat man die Unterteilung nach Körpergröße entschieden? Untersuchungen haben gezeigt, dass Eltern ihre Kinder wegen des Gewichts viel zu früh in einen Folgesitz setzen, obwohl die Babyschale eigentlich noch wunderbar passen würde. Zunächst erscheint das nicht schlimm, aber meistens ist ein Folgesitz nach der Babyschale vorwärtsgerichtet und damit nicht so sicher als die rückwärtsgerichtete Schale.

Rückwärtsgerichtetes Fahren bis 15 Monate

Bei der alten Norm R44/04 war lediglich ein rückwärtsgerichtetes Fahren bis 9 kg vorgeschrieben. Das betrifft im Endeffekt jede Babyschale. Die i-Size Norm löst sich von dieser Gewichtsvorgabe und setzt stattdessen eine Altersgrenze, bis zu dieser das Kind unbedingt rückwärtsgerichtet fahren soll. Bei einem Sitz nach dieser Auflage beträgt sie 15 Monate.

Die Anbringung entgegen der Fahrtrichtung wird bis zu einem Alter von 15 Monaten zur Pflicht.

Diese Entscheidung soll den Weg für sogenannte Reboarder frei machen. Ein Reboarder ermöglicht das rückwärtsgerichtete Fahren im Sitz weit über die Babyschale hinaus. Genauer gesagt bis zu vier Jahren. Reboarder sind bis zu fünf Mal sicherer als vorwärtsgerichtete Kindersitze.

Seitenaufprallschutz wird Pflicht

In der alten Norm war ein Seitenaufprallschutz bei einem Kindersitz nicht unbedingt vorgeschrieben. Es oblag dem Hersteller, so ein System unterzubringen – oder auch nicht. In der Regelung R129 ist ein entsprechender Seitenaufprallschutz zwingend vorgeschrieben. Die Norm schreibt vor, dass Kindersitze und auch Babyschalen besonders sicher sein müssen, was den Frontalcrash und auch den Seitencrash betrifft.

Gerade wenn es um die Einhaltung einer Maximalbreite vom Sitz geht, stellt das die Kindersitzhersteller immer wieder vor einige Probleme. Sie müssen den Schutz irgendwie im Sitz unterbringen, ohne dass die vorgegebene Sitzbreite überschritten wird. Doch mehr dazu weiter unten.

Ein Seitenaufprallschutz muss bei einem i-Size Kindersitz zwingend vorhanden sein.

Befestigung mit ISOFIX

Nach i-Size Standard ist nur noch die Befestigung mit ISOFIX zulässig. Das soll verhindern, dass Kindersitze fehlerhaft eingebaut werden. Denn die meisten Verletzungen, die bei einem Unfall passieren, werden durch einen fehlerhaft eingebauten Kindersitz hervorgerufen und sind vermeidbar. Zusätzlich ist der Sitz durch ISOFIX auch automatisch fixiert, auch wenn das Kind mal nicht im Auto mitfährt. Außerdem ist die Installation mittels ISOFIX auch einfacher und schneller.

Die Standardbefestigung soll bis auf wenige Ausnahmen mit ISOFIX erfolgen.

Die angesprochenen Ausnahmen betreffen hauptsächlich Sitze der Phase 3. Hier werden inzwischen auch R129 Sitze mit dem Fahrzeuggurt befestigt.

In diesem Zusammenhang möchten wir unbedingt auch nochmal auf die Gewichtmaximalgrenze beim ISOFIX System aufmerksam machen. Das ISOFIX System erlaubt ein maximales Gewicht von 33 kg. Weitere Einzelheiten rund um das Thema ISOFIX finden Sie übrigens in unserem großen Wissensratgeber Was ist ISOFIX? – Alles zum System verständlich erklärt!

Installation in jedem Auto möglich – Das i-Size Auto

Bereit für die R129 – Ist mein Auto i-Size ready?

Vielleicht haben Sie schon vom sogenannten i-Size Auto gehört? Das ist die Bezeichnung für ein Fahrzeug, in dem eine Babyschale und Kindersitz nach dieser Norm installiert werden kann. Wie erkenne ich nun, ob mein Auto „i-Size ready“ ist? Entweder ist ein Label an den Rücksitzen angebracht oder es steht in der Betriebsanleitung. Haben Sie ein solches Fahrzeug, so müssen Sie keine i-Size Fahrzeugliste durchforschen. Auf den Kindersitzen steht ein solches Label ebenfalls drauf.

Manchmal wird das System auch als „Super-ISOFIX“ bezeichnet. Hat Ihr Auto also ISOFIX, so dürfen sie dort also ohne Probleme einen Sitz nach dieser Auflage installieren, denn das System ist rückwärtskompatibel.

Was ändert sich nun konkret für mich?

Eigentlich nicht viel. Die Gruppierung von Babyschalen und Kindersitzen wird von früheren Gewichtsangaben auf Größenangaben umgestellt. Die Größenangaben sind genaue Körperlängenangaben des Babys oder Kindes in Zentimeter.

Beispiel: Angaben auf einer Babyschale

früher: von Geburt bis 13 kg

jetzt (R129): 40 cm bis 85 cm

Das bedeutet, dass ein Baby von 40 cm (also auch sehr kleine Babys von Geburt an) bis zu einer Körpergröße von 85 cm in dieser Babyschale sicher im Auto transportiert werden kann. Sobald das Kind größer als 85 cm wird, darf diese Schale nicht mehr für dieses Kind verwendet werden.

Wie kann man die Art der Zulassung am Kindersitz erkennen?

Die Zulassung des eigenen Kindersitzes kann direkt am Sitz am orangefarbenen Prüfetikett abgelesen werden. Im folgenden sind die beiden Prüfsiegel der beiden Normen gegenübergestellt

Zulassung nach R44/04, Prüfziffer beginnt mit „04“, Gewichtsbereich angegeben

Britax Römer Baby-Safe iSize

Zulassung nach i-Size, Größenbereich und Gewichtsbereich angegeben

Weiterführende Informationen zum Standard

Wer ist an der Entwicklung dieser Regelung beteiligt?

Die Europäische Union gründete eine Arbeitsgruppe für die Entwicklung des R129 Standards. Dort sind auch Mitglieder von Dorel (Muttergesellschaft von Maxi-Cosi) vertreten. Maxi-Cosi ist in der Herstellung von Kinderautositzen führend und verfügt über eine moderne Crashtest Anlage in Frankreich. Die Ergebnisse aus den Tests sowie die langjährige Erfahrung von Maxi-Cosi flossen maßgeblich in die Entwicklung des Standards mit ein.

Breitenbeschränkung bei Autokindersitzen

Ein i-Size Kindersitz muss zusätzlich zur R129 Norm eine gewisse Breite einhalten, sonst dürfen die Hersteller die Sitze nicht so nennen. Es ist also so gesehen die strengere Variante der R129 Norm. Die Kennzeichnung in Autos soll dafür sorgen, dass ein Kinderautositz nach dieser Regelung auf jeden Fall passt. Die maximale Sitzbreite darf bei Sitzen nach dieser Vorgabe maximal 44 Zentimeter betragen, muss aber mindestens eine 40 Zentimeter breite Sitzfläche bieten.

Diese Vorgabe vom i-Size Gesetz stellt viele Hersteller vor ein Problem. Der Kindersitz darf nicht zu breit sein, gleichzeitig muss er aber nach R129 Norm einen Seitenaufprallschutz integriert haben. Dadurch, dass weniger Bauraum für den Seitenaufprallschutz zur Verfügung steht ist Tüftlerarbeit bei den Herstellern gefragt. Der Sitz muss innerhalb dieser Platzgrenzen einen Mindestschutz bieten, der beim Zulassungstest gefordert wird.

Manche Hersteller gehen hier seit 2018 bereits mit gutem Beispiel voran. Die derzeitigen Produkte in der Entwicklung werden mit einer gehörigen Portion an Ingenieursleistung diese strengen Vorgaben erfüllen.

Existieren die R129 und i-Size Zulassung parallel?

Vorerst werden wohl beide Kategorien parallel existieren. Die Entwicklungskosten sind bei der i-Size Zusatzvorgabe jedoch höher als bei der R129 Norm alleine. Aufgrund des unterschiedlichen Körperbaus bei Kindern hätte aber ein Kindersitz nach i-Size bei manchen Kindern Nachteile, da er wegen der Breitenbeschränkung nicht optimal auf das Kind angepasst werden kann. Ein breites Kind passt nicht so gut in einen 44 Zentimeter Sitz hinein, als ein schmales Kind und so müssen die Eltern hier auf ein R129 Modell ausweichen.

Das gleiche gilt für die Babyschale und Reboarder. Besonders Reboarder haben es hier schwer, da sie meist sehr robuste Seitenwangen haben, die eben nicht mehr in diese 44 Zentimeter reinpassen. Bleibt abzuwarten, wie sich die beiden Welten in Zukunft entwickeln.

Wichtige Fragen – FAQ zum Thema i-Size

Wir hoffen, wir haben mit unserem Artikel etwas Licht ins Dunkel gebracht und Sie wissen nun Bescheid, was es mit dieser Norm auf sich hat. Hier nochmal die häufigsten Fragen zum Thema in einer FAQ Sektion zusammengefasst.

Für was steht der Begriff? Ist das eine Abkürzung?

Das „i“ im Namen soll auf intelligent, gut ausgetüftelt und praktisch hinweisen. Das Wort „size“ steht hier für Körpergröße, da bei diesem System die Körpergröße des Kindes eine wichtige Rolle bei der Auswahl des richtigen Sitzes spielt.

Seit wann gibt es diese Norm und ab wann gilt sie?

Die Regelung nach ECE R129 ist am 9. Juli 2013 mit Phase 1 in Kraft getreten. Insgesamt besteht sie aus drei Phasen die über mehrere Jahre nacheinander anlaufen. Phase 1 und Phase 2 gelten schon jetzt. Phase 3 ist derzeit noch in der Ausrollungsphase.

Babyschalen können nur rückwärtsgerichtet montiert werden. Sind sie automatisch i-Size?

Nein. Dadurch dass alle Babyschalen nur rückwärtsgerichtet im Auto montiert werden können, genügen sie bereits zwar bauartbedingt der neuen Norm, doch es ist nicht automatisch gesagt, dass Kinder bis 15 Monate auch in einem solchen Babysitz Platz finden – und das ist die Hauptvoraussetzung für die Norm. Bei einer speziellen i-Size Babyschale nach dieser Zulassung ist es allerdings Pflicht, bis 15 Monate rückwärts zu fahren.

Muss ich jetzt schon zwingend einen i-Size Kindersitz nutzen?

Nein, aktuell ist das noch nicht der Fall. Momentan gilt noch die alte Norm ECE R44/04 parallel zur Norm R129. Experten gehen davon aus, dass das noch einige Jahre der Fall sein wird.

Ich habe noch einen Kindersitz der alten Norm ECE R44 gekauft – Muss ich ihn austauschen?

Nein. Auch wenn die i-Size Norm bereits in Kraft ist, können Sie den Sitz selbstverständlich nutzen. Stand heute, sieht es auch nicht danach aus, als würden Sitze der alten ECE R44 Norm in der Version 04 verboten werden. In aktuellen Testberichten schneiden Babyschalen und Kindersitze nach Norm ECE R44/04 immer noch mit Bestnoten ab – von daher müssen Sie sich keine Gedanken machen.

Anders sieht es aus wenn der Sitz die Norm ECE R44/03 trägt. Diesen dürfen Sie zwar laut Gesetz nutzen, doch das sollten Sie nicht tun. Der Sicherheitsstandard in der Version 03 ist veraltet und das Material kann bereits ermüdet sein.

Wann wird es nur noch Kindersitze nach R129 zu kaufen geben?

Es wird so sein, dass der Verkauf von Babyschalen und Kindersitzen nach alter Norm irgendwann schleichend auslaufen wird. Das bedeutet, dass in einigen Jahren nur noch Kindersitze und Babyschalen dieser Regelung zu kaufen sein werden. Momentan befinden wir uns noch in der Übergangsphase – wenn auch schon weiter fortgeschritten.

Welche Kriterien muss mein Auto erfüllen?

Ihr Auto muss ISOFIX haben. Wenn Ihr Auto i-Size ready ist, passt das sowieso. Ebenso sind die meisten Autos nach Baujahr 2006 mit ISOFIX Ösen ausgestattet. Mehr über ISOFIX lesen Sie in unserem großen Wissensspezial Was ist ISOFIX – Alles zum System verständlich erklärt!

Muss mein Kind heute auch schon rückwärts fahren bis es 15 Monate ist?

Für Sitze nach alter Norm: Nein. Diese Regelung gilt nur, wenn Sie einen i-Size Kindersitz kaufen, andernfalls ist die Regel für Sie hinfällig. Allerdings ist das rückwärtsgerichtete Fahren deutlich sicherer. In einem Reboarder ist das sogar bis 4 Jahre möglich.

Mein Auto hat kein ISOFIX, nur Gurte – Muss ich es jetzt bald verschrotten?

Nein, so weit sollte es nicht kommen. Derzeit gelten noch beide Normen R129 und ECE R44/04 parallel (und das wird noch viele Jahre so sein). Wir sind uns sicher, dass sich die Sicherheitsexperten in den Gremien auch mit gegurteten Sitzen befassen werden und eine sinnvolle Alternative für solch einen Sitz finden werden.

Fazit

Die Norm nach R129 sieht rückwärtsgerichtetes Fahren bis mindestens 15 Monate vor. Desweiteren wird die Befestigung mit ISOFIX zum Schutz vor Fehlinstallation obligatorisch und ein Seitenaufprallschutz ist zwingend erforderlich. Dies sind alles große Schritte in die Richtung, das Autofahren für Kinder noch sicherer zu machen.

i-Size ist eine Unterkategorie der R129 Norm und besteht aus drei Phasen, die seit 2013 schrittweise abgearbeitet werden. Phase 1 und 2 sind bereits abgeschlossen, und es werden seit 2018 inzwischen immer mehr Produkte der Phase 3 auf den Markt gebracht.

Bis jedoch keine Kindersitze nach alter Norm ECE R44/04 vom Gesetzgeber mehr zugelassen werden, ist es sicherlich noch etwas hin. Aktuell können Sie laut ADAC immer noch Produkte nach ECE R44/04 kaufen, fahren mit solch einem Kindersitz oder Babyschale damit aber nicht unbedingt zukunftssicher.

Was Sie auf jeden Fall noch aus dem Artikel mitnehmen können ist, dass i-Size keine Gruppe darstellt, sondern lediglich eine neue Norm ist.

Auf lange Sicht hin sollen nur noch Kindersitze nach R129 Regelung hergestellt werden und für ein Höchstmaß an Sicherheit im Auto sorgen. Alles in allem ist die Erfindung der Norm unserer Meinung nach also keine Geschäftemacherei oder Marketing Gag, sondern durchaus sinnvoll.

Nachfolgend, nun einige empfehlenswerte Reboarder und Babyschalen, die den R129 Standard und die strengen Bewertungskriterien von Shell4kids erfüllen. Wir empfehlen nur Produkte mit gutem Gewissen, von denen wir selber und auch die Kunden überzeugt sind. Sie erinnern sich: Der Sitz muss mindestens 4 Sterne bei den Amazon Kundenbewertungen erzielen. Die Sterne sollen sich aus mindestens 10 Bewertungen zusammensetzen.

Empfehlenswerte Babyschalen mit i-Size

Maxi-Cosi Rock

Vom Branchenprimus Maxi-Cosi stammt die 2018 neu vorgestellte Maxi-Cosi i-Size Babyschale Rock. Sie besitzt eine sehr komfortable Liegefunktion und ist mit vielen Kinderwagen Herstellern mittels Adapter kompatibel. Selbstverständlich ist auch der obligatorische Seitenaufprallschutz enthalten. Als ISOFIX Basisstation zum Maxi-Cosi i-Size Rock wird die FamilyFix Base empfohlen.

Maxi-Cosi Rock

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Cybex Aton M i-Size

Die Cybex Aton M Babyschale ist eine stabile und hochwertige Schale mit geringem Eigengewicht von nur 4,2 kg. Sie ist für Kinder bis 87 cm Körpergröße geeignet und wird per Gurt rückwärtsgerichtet im Auto eingebaut. Mit der optional erhältlichen Basisstation Base M ist sie ebenso für den schnellen und einfachen ISOFIX Einbau geeignet.

Dabei bietet die Schale mit ihrem energieabsorbierenden Chassis und dem integrierten Seitenaufprallschutz maximale Sicherheit. Die 11-fach höhenverstellbare Kopfstütze und die extra breiten und weich gepolsterten Gurte sorgen für Komfort. Die Schale besitzt außerdem ein praktisches XXL Sonnendach mit UV-Schutz – ideal im Sommer. Wenn Sie auf der Suche nach einer TOP i-Size Babyschale sind, sehen Sie sich doch mal den Aton M i-Size an.

Cybex Aton M i-Size

149,04 € 179,95 €

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Unsere TOP Cybex i-Size Reboarder der Sirona Reihe

Die Lifestylefirma Cybex ist hier gleich mit zwei Reboarder Systemen vertreten. Sie stammen beide aus der wegweisenden Sirona Produktreihe. Beides sind waschechte Reboarder mit Seitenaufprallschutz und mehrfach höhenverstellbarer Kopfstütze. Der Sirona S i-Size besitzt außerdem noch einen tollen 360° Drehmechanismus, der das EInsteigen enorm erleichtert. Der Cybex Sirona M2 i-Size besitzt diese Drehmöglichkeit nicht. Er kann aber trotzdem vorwärts oder rückwärts auf die Basisstation aufgesetzt werden.

Cybex Sirona M2 i-Size

333,99 € 409,95 €

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Cybex Sirona S i-Size

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Andere Marken

Wie schaut es mit den anderen großen Marken aus? Hier sind vor allem Britax Römer, Maxi-Cosi und die Lifestylemarke Cybex zu nennen. Von Britax Römer i-Size Produkten gibt es zahlreiche Modelle, wie zum Beispiel die robuste Babyschale Britax Römer Baby-Safe i-Size. Seltsamerweise lassen hier die Kundenrezensionen auf sich warten. Ähnlicherweise verhält es sich beim Reboarder Britax Römer i-Size Dualfix oder auch der Swingfix und Trifix Modellreihe.

DIe kleineren Marken ziehen langsam ihre Produkte nach diesem Standard nach. Bis diese Produkte größere Bekanntheit erlangen, ist es allerdings noch etwas Zeit. Mit einem Produkt der genannten großen Premium Marken machen Sie also garantiert nichts falsch.


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