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Was ist ISOFIX? – Alles zum System verständlich erklärt!

Aktualisiert am 5. November 2019

Kindersitz mit ISOFIX ZeichenSie wollen einen neuen Kindersitz kaufen und Ihnen ist beim Recherchieren schon mehrfach der Begriff „ISOFIX“ untergekommen? Oder sehen Sie sich gerade nach einer Babyschale um und als Zubehör wird Ihnen eine ISOFIX Base vorgeschlagen? Die Begriffe sind Ihnen nicht geläufig? Kein Problem – In unserem ausführlichen Ratgeber bringen wir von Shell4kids Licht ins Dunkel.

In folgendem Beitrag erklären wir Ihnen die Grundlagen, zeigen alle Vorteile und Nachteile auf und alle Möglichkeiten, die Sie mit diesem System haben. Wir klären, ob Sitze mit diesem System wirklich sicherer sind als ohne und ob der Aufpreis für einen ISOFIX Kindersitz wirklich gerechtfertigt ist. Außerdem besprechen wir die in Fahrtrichtung stets rückwärts einzubauende Spezialfälle Babyschale und Reboarder. Los geht’s. 🙂

Was ist ISOFIX? – Die Grundlagen

ISOFIX ist ein international standardisiertes System und neben dem Autogurt eine weitere Möglichkeit einen Kindersitz sicher im Auto zu befestigen. Das System ist genormt und gilt als das sicherste und einfachste Installationssystem weltweit.

Im Endeffekt besteht es aus zwei kleinen Metallbügeln, die in der Karosserie des Fahrzeuges eingelassen sind und sich zwischen Sitzfläche und Rückenlehne befinden. In diese Metallbügel greifen Haken, die wiederum an verlängerbaren Schienen am Autositz angebracht sind, ein.

Dadurch ist der Kindersitz über die Rastschienen als Adapter fest mit der Karosserie verbunden und gesichert. Eine zusätzliche Sicherung des Kindersitzes mit dem fahrzeugeigenen Gurt entfällt somit. Die ISOFIX Installation ist eine Dreipunktsicherung.

Zwei Punkte stellen die Metallösen dar, der dritte ist entweder ein Standfuß im Fußraum oder ein Gurt am Autokindersitz, der an der Rückenlehne eingeklickt wird (Top Tether). Die Befestigung des Kindersitzes im Fahrzeug geht mit diesem System deutlich einfacher und schneller.

Wer hat das System erfunden?

Wer letztendlich die Technologie erfunden hat – hier herrschen unterschiedliche Meinungen. Fest steht, dass der Standard im Jahr 1990 von der International Organization of Standardization, kurz ISO, in Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie entwickelt wurde. Die Bezeichnung lautet ISO 13216. Offizieller Erfinder gilt in Verbindung mit Volkswagen der Autositzhersteller Britax Römer.

Was war der Anstoss für das System?

In der Vergangenheit ergaben mehrere Studien und Untersuchungen, dass 60 Prozent aller Kinder im Kindersitz nicht korrekt gesichert sind. Das ist eine erschreckend große Zahl. Viele Eltern bringen die Gurte im Fahrzeug vollkommen falsch an und setzen ihre Kinder im Autositz damit einer unnötigen Gefahr aus, ohne dass es Ihnen bewusst ist. Welche Fehler dabei noch begangen werden können Sie in unserem Ratgeber 7 Fehler bei der Kindersicherung im Auto nachlesen.

Das ISOFIX System wurde dazu entwickelt, eine solche Fehlbenutzung beim Befestigen zu minimieren. Das System verringert das Risiko eines falschen Einbaus der Kindersitze im Auto und hat zudem den Vorteil, dass der Einbau schneller und einfacher vonstatten geht.

Außerdem kann es bei Gurtbefestigung der Kindersitze dazu führen, dass der Kindersitz sich unter dem 3-Punkt Gurt verdreht oder herumrutscht, da die Gurte ein Stück nachgeben. Kindersitze, die mit der ISOFIX Halterung gesichert sind, können genau dies effektiv verhindern. Alles in allem wird dadurch die Sicherheit für Babys und Kinder deutlich verbessert.

Wie funktioniert das System im Detail?

Bisher wissen Sie: Das Sicherungssystem stellt eine feste Verbindung zwischen der Karosserie des Fahrzeugs und des Kindersitzes her. Doch wie funktioniert das System im Detail? Wie sieht ISOFIX im Auto aus? Und was ist eine ISOFIX Einführhilfe?

Die Metallösen sind zwischen Sitzfläche und Rückenlehne an der Karosserie untrennbar angebracht. Sie haben eine Stärke von 6 Millimetern und sind 28 Zentimeter voneinander entfernt. Direkt am Autositz selber befinden sich zwei meist ausziehbare Metallschienen, an deren Ende sich je ein Metallhaken mit Federkraft befindet.

Wird der Kindersitz nun auf dem dafür vorgesehenen Platz installiert, werden zunächst die Metallschienen an den Metallösen ausgerichtet und der gesamte Kinderautositz mit den Metallhaken gegen die Ösen gedrückt. Durch die Kraft schnappt die Feder an den Haken zuerst auf und dann wieder ein. Zwei deutliche Klickgeräusche sind zu hören. Mit einer Verlängerung oder Verkürzung der Rastschienen wird der Sitz an der Rückenlehne ausgerichtet.

Der Autokindersitz mit ISOFIX Aufnahme ist jetzt korrekt in den Ösen verrastet. Meist wird das korrekte Verrasten auch durch grüne Indikatoren an den Metallschienen optisch angezeigt. Ein Umherrutschen des Kindersitzes oder versehentliches Lösen ist nun nahezu ausgeschlossen. Ebenso kann ein Kind diese Verankerung nicht selbständig lösen, was absolut gewollt ist.

Wichtig an dieser Stelle ist noch, dass es bei diesem Sicherheitssystem eine Gewichtsobergrenze gibt, die nicht überschritten werden darf. Sie beträgt laut Standard ISO 13216 33 kg für Sitze mit eigenem Gurtsystem. Davon sind alle Normen der Kindersitze betroffen, also sowohl ECE R44/04 Sitze als auch die neuen i-Size Modelle jeder Gruppe. Diese Gewichtsgrenze lässt sich ohne einen Blick in die Anleitung auf dem Zulassungsetikett direkt am Kindersitz ablesen.

Hierbei handelt es sich jedoch um das zulässige Gesamtgewicht, also Kind + Sitz. Das bedeutet, dass das Eigengewicht von diesen 33 kg abgezogen werden muss, um zu wissen, wieviel das Kind maximal wiegen darf. Beispiel: Der Kindersitz wiegt 8 kg. Dann darf das Kind maximal 25 kg wiegen. Gerade bei Reboarder Systemen spielt das Eigengewicht vom Autositz eine nicht unerhebliche Rolle, da diese Sitze oft sehr schwer sind.

Eine Antwort sind wir Ihnen noch schuldig, und das betrifft die ISOFIX Einführhilfe. Sie wird benutzt, wenn das Sitzpolster die Haken teilweise oder auch vollkommen verdeckt. Es ist eine kleine Plastikhülse, die an den betreffenden Stellen im Auto zwischen Rückenlehne und Sitzfläche geschoben wird, um die Haken freizulegen. Dann werden die Rastschienen durch die Hülse hindurch mit den Bügeln verrastet. Oft besitzt die ISOFIX Einführhilfe einen Schlitz, damit man sie dann auch wieder abziehen kann.

Vor- und Nachteile des Systems

ISOFIX ja oder nein? Nachfolgend wollen wir Ihnen die Vorzüge und auch eventuelle Nachteile aufzeigen, die Sie mit einem solchen Sicherungssystem haben.

Vorteile

Das System hat auf den ersten Blick wenige aber dafür überzeugende und stark gewichtige Vorteile.

Das System ist weitaus sicherer als ein Gurtsystem, da der Kindersitz mit der Karosserie starr verbunden ist und sich nicht unabsichtlich – oder gar von Kinderhand – lösen lässt. Auch bei starken Bremsmanövern hält ein mit diesem Bügel Halterungssystem fixierter Autositz viel fester als ein Kindersitz mit Gurtsystem, da die Gurte nachgeben können. Dieser große Sicherheitsaspekt wird durch zahlreiche exzellente Ergebnisse beim ADAC Test und der Stiftung Warentest bestärkt.

Beim ISOFIX System ist eine Fehlinstallation vom Autokindersitz durch die Eltern nahezu ausgeschlossen. Der Klickmechanismus quittiert das Einrasten der Rastarme in die Aufnahme optisch und in einigen Fällen auch akustisch. Bei der Gurt Installation liegt dagegen das Risiko einer fehlerhaften Installation bei besorgniserregenden 60 (!) Prozent.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kindersitz auch ohne Kind perfekt im Auto fixiert ist. Er muss nicht extra angeschnallt werden, wenn Sie mal ohne Kind unterwegs sind und kann sicher im Fahrzeug verbleiben. So entfällt die Unfall- und Verletzungsgefahr durch einen rutschenden oder kippenden Sitz, die entsteht, wenn Sie den Kindersitz ohne ISOFIX befestigen.

Außerdem hat das System gerade bei Babyschalen den Riesenvorteil des blitzschnellen Einsetzens der Babyschale, wenn diese auf einer Base sitzt. Ebenso schnell lässt sich eine Babyschale auf einer Station mit ISOFIX ausbauen. Superwichtig im Baby-Alltag! Mehr dazu weiter unten.

Nachteile

Bei all diesen Vorteilen von diesem Bügel Halterungssystem möchten wir aus Fairness jedoch auch den ein oder anderen Nachteil dieses Systems nennen.

Die Metallösen des Befestigungssystems sind meist nur auf den beiden Außensitzen der Rückbank vorhanden. Statistisch gesehen wäre aber die Mittelposition der sicherste Platz im Fahrzeug. Auch auf dem Beifahrersitz sind nur in den seltensten Fällen die Bügel vorhanden.

Wenn Sie vorhaben, mehrere Kindersitze im Auto nebeneinander zu befestigen, werden Sie also platztechnisch sicher an Grenzen stoßen. Drei Autokindersitze werden Sie nicht auf der Rückbank unterbringen. Lobenswerte Ausnahmen bei einigen Automodellen bestätigen hier die Regel.

Als weiterer Nachteil könnte man das Beschädigungsrisiko der Sitzpolster durch den Autositz nennen. Dadurch, dass die Befestigungsschienen und Haken zum Verrasten unmittelbar auf dem Rücksitz aufliegen, besteht die Gefahr, dass der Autositzbezug aufgeschlitzt wird. Allerdings lässt sich dieser Aufschlitzgefahr mit einem simplem Gummischonbezug für Kindersitze wirksam entgegenwirken. Diese gibt es für kleines Geld und sind extra dafür geeignet. Meist haben diese auch noch zusätzliche Taschen am unteren Ende.

Ein weiterer potenzieller Nachteil liegt im höheren Anschaffungspreis von solchen Kindersitzen. Sitze mit einer ISOFIX Halterung sind ein wenig teurer als ihre Kollegen mit Gurtbefestigung. Da dieser Preisunterschied zum System mit Gurt aber nur wenige Euro beträgt, sollte dies kein Hinderungsgrund sein, sich für dieses Bügel Halterungssystem zu entscheiden. Bei einer Babyschale verursacht die sogenannte Base Mehrkosten, die sich aber lohnen.

Welche Autos besitzen ISOFIX?

Generell kann man hier sagen, alle Modelle ab Baujahr 2006. Obwohl das System seit 2004 Anwendung findet, brauchten die Hersteller zwei Jahre, um das System endgültig in die Produktion zu integrieren. Seit 2006 wurden von den Herstellern nahezu alle Modelle mit diesen Bügel Halterungen ausgestattet. Nur sehr wenige „Exoten“ verzichten noch darauf. Bei Modellen vor Baujahr 2004 müssen Sie dagegen Glück haben, dass das System für das Befestigen vom Autokindersitz verbaut wurde.

Wie kann ich sehen, ob mein Auto eine solche Befestigung hat?

Dazu empfehlen wir als erstes einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs. Dort müsste etwas über die Kindersitz Befestigung stehen. Haben Sie sie gerade verlegt, können Sie direkt im Auto auf der Rückbank nach den ISOFIX Aufnahme Schildern für den Kinderautositz suchen. Oft werden die Bügel auch hinter klappbaren Laschen versteckt. Wenn Sie grad nicht nachschauen wollen oder können, hier eine Liste der Fahrzeuge, die ISOFIX verbaut haben (PDF).

Die Liste stammt von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) aus Berlin. Sie ist Teil des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und zuständig für die Optimierung der Sicherheit sowie Unfallvermeidung im Straßenverkehr. Die Liste führt den Fahrzeughersteller, das Modell und die zugelassenen Sitzplätze auf.

Außerdem gibt sie Aufschluss darüber, ob das System in Ihrem Modell überhaupt vorhanden ist. Leider ist die Liste recht alt (Stand 2008). Für Fahrzeuge von älteren Baujahren aber optimal. Wenn Sie ein solches Auto besitzen, empfehlen wir vor dem Kauf eines Kindersitzes hier einmal kurz reinzuschauen.

Auf welchen Sitzen gibt es die speziellen Halterungen?

In den meisten Autos gehören Halterungen zum Befestigen vom Sitz auf den hinteren äußeren Sitzen zum Standard. Die mittlere Position auf der Rückbank bleibt meistens leer. Sie ist keine Pflicht. Bei manchen Fabrikaten befindet sich aber auch hier die ISOFIX Halterung für den Autokindersitz.

In jedem Fall muss aber auch der Kindersitz oder die Babyschale für einen Einbau auf dem mittleren Sitz im Auto zugelassen sein. Die wenigsten Sitze sind das, obwohl die mittlere Position statistisch am sichersten ist. Ein Beispielkandidat, der für die mittlere Position zugelassen ist, wäre z.B. der Britax Römer ECLIPSE.

Vor dem Kauf sollten Sie stets überprüfen, ob der Sitz für Ihr Automodell zugelassen ist. Zu diesem Zweck stellen die Hersteller der Kindersitze und Babyschalen meist eine Typenliste der zugelassenen Autofabrikate auf ihren Webseiten zur Verfügung.

Wie erkenne ich einen ISOFIX Kindersitz?

Ein ISOFIX Kindersitz ist recht einfach zu erkennen. Er besitzt zwei metallische Streben, die hinten rückwärts aus dem Kinderautositz herausragen. Am äußeren Ende der Stangen befinden sich Haken, die eben genau in die  Halteösen im Fahrzeug einrasten. Oft ist ein solcher Autokindersitz auch am zusätzlichen Stützfuß zu erkennen.

Ebenso sieht man generell am Namen des Produktes ob es sich um einen Kindersitz mit diesem System handelt oder ohne. In der Produktbezeichnung wird meistens die Silbe „Fix“ angehängt. So wird bei Britax Römer aus dem beliebten „Kid“ Kinderautositz mit Gurt der Gruppe 2/3 der Name „Kidfix“. In der Variante Kidfix XP SICT erwerben Sie damit z.B. einen Bestseller mit dem wichtigen Seitenaufprallschutz SICT.

Wie befestige ich meinen Sitz korrekt in den Halterungen?

Das sichere und korrekte Installieren von einer Babyschale oder Kindersitz in die Bügel Halterung ist nicht schwer. Das Prozedere wird in wenigen Minuten zur Routine, wenn man es einmal ein wenig geübt hat. Die ISOFIX Einführhilfe ist hilfreich, wenn die Bügel im Auto schlecht zugänglich sind.

Bei Kindersitzen finden Sie die Anleitung zur Installation in unserem Artikel Kindersitz Einbau.

Bei Babyschalen ist die Montage mit diesem System nur in Verbindung mit einer Basisstation als Aufnahme relevant. Entsprechende Einzelheiten zur Installation finden Sie in unserem Ratgeber Babyschale richtig befestigen.

(Bewegte) Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte, darum hier ein Video als ISOFIX Anleitung. An diesem Beispiel sieht man auch sehr schön den Gebrauch der ISOFIX Einführhilfe.

Mein Auto hat leider kein ISOFIX – Kann ich das System auch nachrüsten?

Seit 2004 besitzen fast alle Autos die speziellen Halteösen zumindest an den äußeren Sitzen der Rückbank. Doch was ist mit älteren Fahrzeugen mit Baujahr vor 2004? Hier suchen Sie die Bügel  vergeblich. Serienmäßig sind sie nämlich nicht verbaut. Jetzt stellt sich die Frage, ob Sie dieses beliebte Sicherungssystem bei Ihrem Modell nachrüsten können.

Hier haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder, Sie wenden sich direkt an Ihre Werkstatt und Hersteller oder Sie rüsten das System auf eigene Faust nach. Bei einigen Fahrzeugmarken und Modellen geht das. Die generelle Vorgehensweise beim Nachrüsten der Halterung haben wir in einen eigenen Ratgeber gepackt.

Direkt zum Ratgeber ISOFIX nachrüsten

Varianten des Systems

Die häufigste Form ist die sogenannte Universal Zulassung. Was heißt das konkret? Bei dieser Art von Zulassung kann der Kindersitz ohne Bedenken in jedem Fahrzeugmodell eingebaut werden. Er muss allerdings zusätzlich im Auto über einen zweiten Fixierpunkt gestützt werden. Hier gibt es drei Möglichkeiten zur Kindersitzbefestigung.

  • Stützfuß (sehr häufig): Ein zusätzlicher Stützfuß fängt die Hebelkräfte durch den Fahrzeugboden ab.
  • Top Tether (häufig): Der Autositz wird oben durch einen Haltegurt zur Karosserie abgespannt.
  • Low Tether (sehr selten): Der Kindersitz wird unten durch einen Haltegurt zum Fahrzeugboden abgespannt.

Es gibt jedoch auch Kindersitze, die eine fahrzeugspezifische Zulassung besitzen. Dies sind meist Kindersitze der Fahrzeughersteller selber, die Sie als „Zubehör“ erwerben können. Manche Kindersitzhersteller produzieren aber auch Modelle für verschiedene Marken. Hier muss immer geprüft werden, ob der Kinderautositz zum Fahrzeugmodell passt. Eine Liste der Kindersitzhersteller und Automobilhersteller gibt oft Aufschluss.

Wenn Ihr Sitz eine solche Ausstattung erfordert, sollten Sie in diesem Fall beim Kauf Ihres Kindersitzes darauf achten, dass Ihr Fahrzeug eine Universal ISOFIX Zulassung zum Befestigen des Sitzes besitzt.

Stützfuß und Top Tether – Was ist denn das?

Beide Varianten kommen beim Universal System recht häufig vor. Hier eine kurze Erklärung.

Der Stützfuß sorgt für die nötige Abstützung von schweren Systemen. Im Falle eines Frontalaufpralls entsteht vorne am Kindersitz oder auch Basisstation der Babyschale eine hohe Hebelkraft, die aufgefangen werden muss. Zu diesem Zweck besitzen manche Systeme einen einklappbaren und ausziehbaren, teleskopartigen Stützfuß, der auf dem Fahrzeugboden abgestellt wird. Der Stützfuß ist Teil des Systems und deshalb Pflicht.

Der Stützfuß vom Autokindersitz muss gerade so auf dem Boden aufliegen, darf aber den Kindersitz oder Babyschale nicht merklich anheben. Zu diesem Zweck befindet sich am Auflagepunkt vom Stützfuß meist ein grüner Indikator, der dann die korrekte Länge des Stützbeins anzeigt.

Vorsicht beim Staufach bei Verwendung des Stützfußes

Vorsicht ist hier auch bei eventuellen hohlen Staufächern geboten, die sich bei manchen Autos im Fahrzeugboden befinden. Wegen mangelnder Stabilität darf der Stützfuß nicht auf ein Staufach gestellt werden. Auch eine Verlängerung des Stützfußes ist nicht zulässig.

Haben Sie ein sogenanntes Top Tether System beim Kinderautositz erworben, muss Ihr Fahrzeug auch über diese zusätzliche Halterung zum Befestigen verfügen. Die Halterung ist meistens an der kofferraumseitigen Rückenlehne oder im Kofferraum selbst zu finden. Diese müssen Sie unbedingt abklären, bevor Sie ein solches System kaufen. In jedem Fall sollten Sie die Warnhinweise in der Bedienungsanleitung vom Auto und des Kindersitzes beachten.

ISOFIX in den USA

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass sich das hier auf dieser Seite beschriebene System auf Europa bezieht. Hierzulande stellen spezielle Streben am Kindersitz die starre Verbindung zu den Halteösen in der Rückbank her. Daher wird das System auch Rigid-System genannt (rigid=starr).

In den USA ist das System am Kinderautositz etwas modifiziert worden. Hier stellen zwei flexible Haltegurte die Verbindung zwischen den Bügeln und dem Autokindersitz her. Das ganze wird Latch-System genannt (latch = Gurt, Band). Beim Kauf Ihres Kindersitzes sollten Sie daher auf die Kompatibilität zum Rigid-System achten.

Die Babyschale und ISOFIX Befestigung

Für Babyschalen von großen Marken gibt es manchmal eine sogenannte ISOFIX Basisstation optional zu kaufen. Oft wird diese ISOFIX Station einfach ISOFIX Base oder ISOFIX Adapter genannt und ist als Zubehör optional zur Babyschale erhältlich. Wir von Shell4kids empfehlen: Nutzen Sie diese Möglichkeit auf jeden Fall, Sie haben dadurch nur Vorteile.

Die Basisstation befestigen Sie ein einziges Mal in Ihrem Auto. Danach lässt sich die Babyschale blitzschnell und absolut sicher einfach auf der Basisstation einklicken und auch ebenso schnell wieder aus der Halterung entnehmen.

Das umständliche Hindurchfädeln des Gurtes durch die Babyschale entfällt komplett. So sparen Sie mit einer Base enorm viel Zeit und Nerven beim Transport Ihres Babys. Mehr über diese tollen Basisstationen bei der Babyschale finden Sie in unserem großen XXL Babyschalen Kompendium.

Das Kind hat viele Namen – Die Begriffe der Kindersitzhersteller für die ISOFIX Station

HerstellerBezeichnunggeeignet für Modell
Maxi-CosiFamilyFix
3-way-Fix
FamilyFix One i-Size
EasyFix
Pebble, Pearl
Jade, Pebble Pro, Pearl Pro i-Size
Rock, Pearl Smart i-Size, Pearl One i-Size
CabrioFix
Britax RömerBaby-Safe ISOFIX Base
Baby-Safe i-Size (Flex) Base
Baby-Safe und Baby-Safe PLUS SHR II
Baby-Safe i-Size
CybexBase Z
Base M
Base Q-fix
Cloud Z, Sirona Z
Aton M, Sirona M2 i-Size
Aton Q, Cloud Q
KiddyISOFIX Base 2Evoluna i-Size 2, Evoluna i-Size
Joiegemm™ Base
i-Base™
i-Base™ Advance
i-Base™ lx
Joie Gemm™
i-Gemm™, Gemm™
i-Gemm™, i-Anchor® Advance
i-Level™, i-Gemm™
RecaroSmartClick BasisGuardia, Privia Evo

Wie sieht es mit Reboarder Systemen der Gruppe 1 aus?

In diesem Zusammenhang meinen wir alle Sitze, die rückwärts gerichtetes Fahren bis 4 Jahre ermöglichen. Dies sind meistens Sitze der Gruppe 1. Wir meinen nicht sogenannte „Pseudo Reboarder“, also Sitze, die bis 13 Monate zwar rückwärts gerichtet eingebaut werden, dann aber aus Systemgründen umgedreht und vorwärts eingebaut werden müssen.

Reboarder Systeme sind mit Station meistens sehr schwer (bis 14 kg) und daher ideal für die Befestigung mit diesem System geeignet. Solche schweren Sitze könnten nur unzureichend mit dem normalen Gurt im Auto befestigt werden. Der Reboarder würde wegen seines Gewichts trotz Sicherheitsgurt im Sitz umherrutschen. Daher sind rückwärts gerichtete Reboarder Kindersitz Systeme ausschließlich mit ISOFIX zu befestigen.

Was ist mit i-Size Kindersitzen?

Ursprünglich sollten Komponenten nach i-Size Norm R129 nur noch mit ISOFIX befestigt werden können. Für Reboarder der Gruppe 1 ist das genauso gültig wie für Kindersitze. Zusätzlich gibt es die Belastungsgrenze von 33 kg für i-Size Modelle.

Bei der Babyschale gibt es momentan noch eine Ausnahme. Aufgrund der Verletzungsgefahr beim Tragen dürfen die Schalen an sich nicht standardmäßig mit den Rastschienen ausgestattet werden. Sie können also immer nur mit dem fahrzeugeigenen Gurt befestigt werden. Trotzdem dürfen Sie das i-Size Logo tragen. Um den Einbau für Eltern bequemer und schneller zu gestalten, ist für diese Schalen meist eine ISOFIX Basisstation optional als Halterung erhältlich. Näheres zu dieser praktischen Station erklären wir in unserem großen XXL Babyschalen Ratgeber, den Sie oben im Menü finden.

Es ist davon auszugehen, dass Hersteller, die ihre Produkte auf i-Size umstellen, die Konkurrenz mit der alten ECE R44 Norm bald überholen werden. Wir behalten natürlich die Entwicklungen in den nächsten Jahren für Sie im Auge, um Sie dann weiter informieren zu können.

Ist ein Kindersitz mit ISOFIX auch ohne verwendbar?

Es könnte sein, dass Sie einen Kindersitz mit ISOFIX für Ihr eigenes Auto gekauft haben und diesen nun gelegentlich in einem Auto ohne diese Halterungen einbauen möchten. Sie möchten also zeitweise den ISOFIX Kindersitz mit Gurt befestigen können. Das sollte problemlos möglich sein, allerdings müssen Sie wahrscheinlich dazu die speziellen Befestigungsschienen etwas einfahren und einklappen, um den Autositz ordentlich an die Rückenlehne ranschieben zu können. Dann legen Sie wie gewöhnlich den Gurt um den Sitz und rasten ihn im Gurtschloss ein.

Hier noch einmal das Wichtigste zum System zusammengefasst

  • schnellere und einfachere Anbringung von Komponenten
  • höchste Sicherheit
  • Fehlinstallation nahezu ausgeschlossen
  • Anbringung i.d.R. nur auf äußeren Sitzen möglich
  • Beschädigungsgefahr der Autositzbezüge durch die Rastarme
  • teurerer Anschaffungspreis von Komponenten

Fazit

ISOFIX im Auto gehört mittlerweile zum guten Standard. Das System verhindert zuverlässig ein Wackeln oder Verrutschen des Sitzes während der Fahrt. Auch wenn der Kindersitz einmal unbesetzt bleibt, ist er allzeit korrekt fixiert und kann nicht im Fahrzeug herumfliegen.

Sicherheitsbewussten Eltern raten wir von Shell4kids daher immer zu einem ISOFIX Kindersitz Modell zu greifen. Die enormen Sicherheitsvorteile gegenüber dem Gurt rechtfertigen den etwas höheren Anschaffungspreis auf jeden Fall. Die Statistik besagt, dass 97% aller ISOFIX Systeme korrekt eingebaut werden. Wir erinnern uns: Beim Gurtverbau waren nur 30% der Kindersitze korrekt montiert.

Auch bei diversen Tests schneiden Kindersitze mit diesem System in jeder Gruppe allgemein immer besser ab als solche mit konventioneller Gurtbefestigung, da das System einfach sicherer ist. Bei der Babyschale gibt es das System nur in Verbindung mit einer Basisstation, die auch manchmal ISOFIX Adapter oder Base genannt wird. Außerdem wissen Sie jetzt: Rückwärts gerichtete Reboarder ohne ISOFIX gibt es nicht. Der Grund liegt im hohen Gewicht dieser Systeme samt Station.

Ebenso gestaltet sich der Einbau und Ausbau von so einem Autokindersitz erheblich einfacher und auch um einiges schneller. So sparen Sie Zeit und auch Nerven bei der Installation. Aus den oben genannten Gründen sprechen also mehr Gründe für einen ISOFIX Kindersitz im Auto als dagegen.

Lediglich wenn Sie ein gebrauchtes Fahrzeug vor 2006 besitzen, müssen Sie aufpassen. Hier kann es passieren, dass die Bügel zur Befestigung fehlen. Manchmal besteht die Möglichkeit einer Nachrüstung. So lässt sich das Problem mit dem fehlenden ISOFIX lösen. Sichern Sie sich in dem Fall auf jeden Fall ab, um einem möglichen Fehlkauf vorzubeugen.


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