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Kindersitz mit Flugzeugzulassung – Sicher über den Wolken

Aktualisiert am 23. November 2019

Kindersitz for use in aircraftBestimmt wollen Sie mit Ihrem Baby oder Kleinkind einmal verreisen. Aber nicht mit dem Auto, sondern mit dem Flugzeug. Vielleicht haben Sie schon mal etwas von einer Flugzeugzulassung für Kindersitze gehört?

Um genau dieses Thema soll es hier in unserem ausführlichen Beitrag gehen. Wir klären, was so ein Kindersitz mit Flugzeugzulassung eigentlich ist und woran man ihn erkennen kann. Außerdem klären wir, ob so ein Kindersitz fürs Flugzeug oder Sitzerhöhung wirklich sicherer ist als die alternativen Gurtlösungen, die bereits in großer Zahl im Einsatz sind.

Unsere Tabelle mit den beliebtesten Fluggesellschaften soll Ihnen vor der Kontaktaufnahme mit den Airlines behilflich sein, wenn Sie mit Kindersitz fliegen wollen. Wir geben für die beliebten Airlines an, ob und wenn ja welche Modelle mit Flugzeugzulassung verwendet werden dürfen. Eine kleine Modellübersicht rundet diesen Beitrag ab.

Was ist ein Kindersitz mit Flugzeugzulassung?

Flugzeugtaugliche Kindersitze dürfen, wie der Name bereits sagt, auch im Flugzeug verwendet werden. Solche gekennzeichnete Sitze sind vom Luftfahrtbundesamt für die sichere Mitnahme und Verwendung im Flugzeug qualifiziert. Sie haben alle ein spezielles Testverfahren durchlaufen.

Im Endeffekt ist die Kindersitz Flugzeugzulassung wie eine Art zusätzlicher TÜV – eben für die Mitnahme in Flugzeugen – und nicht nur in Autos. So eine Zertifizierung wird beispielsweise vom TÜV Rheinland ausgestellt. Sie bescheinigt, dass der Kindersitz flugzeugtauglich ist.

Bei Kindersitzen und Babyschalen haben nur ganz wenige Modelle die Flugzeugzulassung. Achtung: Hierbei sind die Airlines streng, d.h. eine zertifizierte Zulassung fürs Flugzeug („for use in aircraft“) ist absolute Voraussetzung. Wenn Sie also einen Autositz für Kinder besitzen, der nicht explizit fürs Flugzeug zugelassen ist, können Sie diesen gleich zu Hause lassen. Es gibt auch den Fall, dass nur bestimmte Fluggesellschaften diesen Sitz akzeptieren.

Der große Vorteil ist, dass das Kind in seiner zertifizierten Babyschale oder Autokindersitz auf einem eigenen Sitzplatz sitzt und auch einen eigenen Gurt zum Anschnallen hat. Ein gehöriges Plus an Sicherheit, doch dazu später mehr.

Das Alter ist entscheidend beim Fliegen mit Kind

Beim Thema Kindersicherheit auf Flugreisen muss stets zwischen zwei Altersgruppen unterschieden werden.

Flugreise mit Kindern unter zwei Jahren

Hier besteht grundsätzlich kein Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz im Flieger. Allerdings muss das Kind gemäß aktueller EU Richtlinie im Flieger natürlich gesichert werden. Dies kann durch den Schlaufengurt (Loop Belt) oder ein anderes Rückhaltesystem erfolgen.

Flugreise mit Kindern über zwei Jahren

Für Kinder über zwei Jahre wird auf jeden Fall ein eigener Sitzplatz im Flugzeug benötigt. Bis zu einer Körpergröße von ca. 125 cm empfiehlt der TÜV Rheinland ein zusätzliches Kinderrückhaltesystem. Der Grund ist, dass im Flieger der Gurt für den Körperbau eines Erwachsenen ausgelegt ist und für Kinder somit eine hohe Verletzungsgefahr vorhanden ist.

Dieses zusätzliche Rückhaltesystem sollte bis zu einem Alter von etwa sechs Jahren angewandt werden. Welche Kindersitze sind im Flugzeug erlaubt? Hier gibt es eine Liste von Kindersitzen mit Flugzeugzulassung, die vom TÜV Rheinland herausgegeben wurde.

Diese Liste können Sie unter folgendem Link abrufen:

Liste vom TÜV Rheinland

Ist ein Kindersitz fürs Flugzeug während des Fluges wirklich sicherer?

Schon jetzt gibt es verschiedene Gurtlösungen als Alternative zu einem Kindersitz mit Flugzeugzulassung, die sich schon vielfach bewährt haben und ständig im Einsatz sind. Darum wollen wir in diesem Abschnitt klären, ob ein spezieller Kindersitz für das Flugzeug wirklich sicherer ist.

Keinen Anspruch auf einen Sitzplatz

Bei der anschließenden Diskussion über mögliche Sicherungssysteme muss man wissen, dass Ihr Kind oder Baby unter zwei Jahren keinen Anspruch auf einen Sitzplatz hat. Seit Juli 2008 gibt es eine Regel, die besagt, dass im Flugzeug Kinder trotzdem angeschnallt werden müssen. Die Fluggesellschaft ist hier zunächst in der Pflicht, wenn Sie keinen eigenen Sitz mitbringen. Diese Gurtlösungen für Flugzeuge wollen wir nun aufzeigen.

Umstrittene Lösung – Der Loop Belt

Der Loop Belt ist eine spezielle Gurtlösung, wenn kein spezieller Kindersitz fürs Flugzeug verwendet wird -- Sie also ohne Kindersitz fliegen. In der EU ist es erlaubt, das Kind auf den Schoß zu nehmen, während Sie im Flugzeug sitzen. Allerdings muss das Kind aus Sicherheitsgründen angeschnallt werden, damit es bei Start, Landung und bei starken Turbulenzen nicht durch die Kabine fliegt.

Dies geschieht mit einem zusätzlichen Gurt, den die Fluggesellschaft vor dem Start an Sie aushändigt. Der Gurt ist eine zusätzliche Schlaufe (engl. „loop“), die zunächst um den Bauch des Kindes gelegt wird und dann direkt am Erwachsenengurt befestigt wird. So soll das Kind vor dem Herumfliegen gesichert werden.

Hört sich gut an, denken viele Eltern und nutzen das Schlaufengurt System gerne, ohne weiter drüber nachzudenken. Tatsächlich sitzt das Kind nämlich auf dem Schoß vor dem Erwachsenen in einer verhängnisvollen Falle.

Kommt es jetzt nämlich zu einem Unfall, würden Sie als Erwachsener das vor Ihnen befindliche Kind förmlich zerdrücken. Es wirkt praktisch wie ein lebender Airbag für den Erwachsenen. Hier reicht schon ein abruptes Bremsmanöver bei der Landung, um dem Kind bereits Schaden hinzuzufügen.

Abgesehen von dieser enormen Gefahr ist das Reisen für Sie als Eltern natürlich alles andere als angenehm, wenn das Kind ständig über Stunden auf Ihrem Schoß im Schlaufengurt sitzt. Und das alles nur um einen zusätzlichen Sitzplatz zu sparen?!

Der TÜV Rheinland hat zusammen mit der ARD und dem Schweizer Fernsehen einen Crashtest mit dem Loop Belt durchgeführt. Das Ergebnis ist dramatisch.

Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, ist freilich sehr gering. Statistiken besagen, dass es von insgesamt 1,4 Millionen Flügen in einem bestimmten Jahr nur einen einzigen Unfall in diesem Jahr gab. Diese sehr kleine Zahl ist leider auch der Grund, warum der Loop belt immer noch in den meisten Ländern zulässig ist. Die Luftfahrtbehörden haben einfach noch keine zufriedenstellende bessere Lösung gefunden.

Vielleicht stecken darunter aber auch finanzielle Gründe. Ist es nicht so, dass ein Kind auf dem Schoß praktischerweise den benachbarten Sitzplatz für einen voll zahlenden erwachsenen Passagier freihält? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Der Loopbelt ist in USA und Kanada verboten

In den USA und auch Kanada wird bereits viel härter durchgegriffen. Diese Länder verbieten die Anwendung vom Loop Belt vollständig. Grund dafür waren die Ergebnisse von internationalen Studien, die die drohende Gefahr mit erschreckenden Fakten untermauerten, wenn im Flugzeug Kinder mitgenommen werden.

Übrigens, bis zum Erlass der Richtlinie, dass im Flugzeug Kinder auch auf dem Schoss stets ausreichend gesichert werden müssen, war der Loop Belt auch in Europa mehrere Jahre verboten. Warum er nun wieder erlaubt ist, ist uns völlig unverständlich. Die Gefahrenlage hat sich ja nicht gebessert.

Der ADAC, der TÜV Rheinland und auch wir von Shell4kids raten aus den oben genannten Gründen bei Flugreisen mit Kindern deshalb vom Loop Belt ab.

Weitere Alternative: CARES Gurt von Amsafe

Mit dem Amsafe CARES Kinderrückhaltesystem können Kinder sicher reisen, die für die Babyschale im Flugzeug bereits zu groß sind. Beim CARES Flugzeuggurt handelt sich hierbei um ein spezielles Gurtsystem für Kinder zwischen ein und vier Jahren. Die maximale Körpergröße beträgt 100 cm. Es ist für ein Körpergewicht von 10 bis 20 kg ausgelegt.

Das Amsafe CARES Gurtsystem wird über die Rückenlehne geschoben und das Kind mit einem sogenannten Hosenträgergurt gesichert. Ein zusätzlicher Brustclip am CARES Gurt verhindert das Herausfallen aus den Gurten. Es ist von der FAA (Federal Aviation Administration) für die Verwendung im Flugzeug empfohlen und auch zertifiziert.

In nachfolgendem Hersteller Video zum CARES Gurt ist zu sehen, wie der CARES Sicherheitsgurt im Flugzeug befestigt wird.

Achtung! Nicht alle Fluggesellschaften erlauben das CARES Kinderrückhaltesystem. Erkundigen Sie sich vorher auf jeden Fall bei Ihrer Fluggesellschaft, ob Sie das System verwenden können.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.cares.eu/

Dort können Sie auch den CARES Gurt kaufen. Alternativ finden können Sie das CARES Rückhaltesystem auch bequem bei Amazon erwerben.

Die beste Lösung – Eigener Kindersitz mit Flugzeugzulassung

Ein eigener Kindersitz fürs Flugzeug bietet sich eindeutig als beste Alternative zu allen fragwürdigen Gurtlösungen an. Außerdem ist das Reisen mit solch einem Sitz am sichersten.

Aus wettbewerbstechnischen Gründen steht Kindern kein eigener kostenloser Sitzplatz zu. Eltern können deshalb nur einen regulären Sitzplatz mitbuchen, auf dem das Kind in einem Kindersitz mit Flugzeugzulassung sitzt. Dies kann entweder ein Sitz oder eine Babyschale von der Airline sein oder ein eigens mitgebrachter Sitz. Dabei sind jedoch einige wichtige Punkte zu beachten:

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Der Kindersitz muss das TÜV Rheinland Zeichen „for use in aircraft“ tragen. Das Zeichen stellt die Flugzeugzulassung dar.
  • Wenn Sie einen eigenen Kindersitz mit Flugzeugzulassung mitbringen, müssen Sie dies stets vorab mit der Airline abklären. Manche Fluggesellschaften akzeptieren keine Autositze oder erlauben aus Platzgründen nur ganz bestimmte Modelle.
  • Aus Prinzip müssen diese Kindersitze auch für die Zweipunkt Befestigung zugelassen sein, da im Flugzeug ausschließlich nur eine Zwei-Punkt Befestigung möglich ist.
  • Wenn Sie einen Kindersitz im Flugzeug transportieren, geht dieser Kindersitz als Handgepäck durch.

Wenn Sie also einen Kindersitz fürs Flugzeug besitzen, so muss automatisch ein weiterer Sitzplatz mitgebucht werden. Diesen zusätzlichen Sitzplatz müssen Sie natürlich auch bezahlen. Als Tarif gilt hier in der Regel der Flugpreis für Kinder ab zwei Jahren.

Tipp: Sollte die Maschine für diesen Flug nicht voll besetzt sein, können Sie beim Gepäck aufgeben am Check-In „durch nettes Fragen“ auch versuchen, kurzfristig einen Sitzplatz kostenlos zu ergattern. Manchmal klappt es.

Woran erkennt man, dass ein Kindersitz oder eine Babyschale fürs Flugzeug geeignet ist?

Hierbei gibt es eine ganz einfache Orientierungshilfe. Halten Sie nach einem Aufkleber oder Aufnäher vom TÜV Rheinland Ausschau. Irgendwo am Sitz sollte hier der Hinweis „for use in aircraft“ angebracht sein. Das Prüfzeichen weist auch eine Identifikationsnummer sowie einen QR Code auf.

for use in aircraft Siegel

Mit diesem QR Code haben Verbraucher beim Kindersitz fürs Flugzeug die Möglichkeit, alle Informationen zum Test und zur Zertifizierung online abzurufen. Besitzt Ihr Kindersitz also so ein Zeichen, dann können Sie davon ausgehen, dass dieser auch fürs Flugzeug zugelassen ist.

Um nun auf die ursprüngliche Eingangsfrage zurückzukommen: Alles in allem kann man sagen, dass ein Kindersitz mit Flugzeugzulassung im Vergleich zum Loop Belt und auch CARES Kinderrückhaltesystem an Bord stets sicherer ist.

Die ISOFIX Basisstation der Babyschale muss daheim bleiben

Auf eines müssen Sie noch achten, wenn Sie einen Kindersitz im Flugzeug mitnehmen. Im Flieger gibt es kein ISOFIX. Somit werden Babyschalen rückwärtsgerichtet mit dem Zweipunkt Beckengurt befestigt und Autositze vorwärtsgerichtet ebenfalls über den flugzeugeigenen Zweipunktgurt. Die ISOFIX Station vom Babysitz wäre außerdem viel zu schwer zum Schleppen. Lassen Sie diese also besser gleich zu Hause. Sollten Sie im Urlaub einen Mietwagen haben, können Babyschalen immer auch nur mit dem Sicherheitsgurt befestigt werden.

Apropos Schleppen: Den Sitz müssen Sie leider auch selber bis in den Flieger tragen, Sie können ihn nicht einfach beim Check-In abgeben. Dazu gibt es recht günstig geeignete Taschen zum Beispiel bei Amazon.

Absprache mit der Airline vorab und Anmeldung des Kindersitzes sind verpflichtend

In einem Flugzeug geht es ohnehin schon sehr eng zu. Der Platz ist sehr beschränkt. Aus diesem Grund müssen Sie selbst mit gebrachte Kindersitze oder Babyschalen mit Flugzeugzulassung stets bei der jeweiligen Fluggesellschaft anmelden.

Dies kann entweder schon bei der Buchung mittels Kommentarfeld bestehen oder Sie kontaktieren Ihre Fluggesellschaft zeitnah nach der Buchung. Je nach Buchungssystem gibt es vielleicht auch einen speziellen Bereich, wo Sie Ihr Baby oder Kind und die Zahl der kleinen Passagiere eingeben können.

Wenn Sie das Kind in einem eigenen Kindersitz oder Babyschale transportieren, fällt automatisch ein zusätzlicher Sitzplatz an, den Sie mitbuchen müssen.

Hier gibt es ebenfalls einen Stolperstein zu beobachten. Manche Buchungssysteme haben hier Schwierigkeiten mit dem Geburtsdatum, wenn Sie zum Beispiel für Ihr einjähriges Kind einen Sitzplatz buchen wollen.

Achtung! Leider sind sich hier auch die verschiedenen Airlines nicht einig. Manche Fluggesellschaften erlauben aus Platzgründen nur ganz bestimmte Modelle an Kindersitzen mit Flugzeugzulassung. Leider gibt es auch Fälle, bei denen sich die Airline komplett für solche Kindersitze sperrt. In diesem Fall müssen Sie leider auf die Gurtlösungen zurückgreifen.

Wir empfehlen deshalb, dass Sie sich über die Richtlinien der Airlines vorab informieren und im Zweifelsfall direkt nachfragen. Einen groben Anhaltspunkt kann Ihnen unsere Liste der 16 beliebtesten Fluggesellschaften bieten. Mit dabei sind beispielsweise die Ferienflieger Condor, Wizz Air, Eurowings, Easyjet und Ryanair. Aber auch Lufthansa und Emirates dürfen natürlich nicht fehlen.

Kindersitzbestimmungen beliebter Fluggesellschaften

AirlineKindersitz erlaubt?max. GrößeCARES GurtDetails
Lufthansajak.A.offiziell nein, aber oft geduldetLink
PDF Liste
Condorjak.A.jaLink
Easyjetjak.A.k.A.Link
Ryanairja (nur 5-Punkt Gurt)42,5 cm breitk.A.Link
Eurowingsjak.A.jaLink
TUIflyja48 x 38 cmk.A.Link
Austrianja43 x 43 cmjaLink
SWISSjak.A.Ja (und Luftikid)Link
AIR FRANCEja44 cm breitk.A.Link
British Airwaysja (nur 5-Punkt Gurt)45 x 45 cmjaLink
United Airlinesjak.A.jaLink
Emiratesjak.A.jaLink
KLMja42 cm breitk.A.Link
Tap Portugaljak.A.k.A.Link
Turkish Airlinesja40 x 40 cmk.A.Link
Wizz Airja (nur rückwärtsgerichtet)k.A.k.A.Link

Häufig gestellte Fragen

Kann ich mein Kind nicht einfach auf den Schoß nehmen während des Fluges?

Doch das dürfen Sie. Aber nur während des Fluges -- und nur dann wenn die Anschnallzeichen erloschen sind. Nicht bei Start und Landung oder beim Aufleuchten der Anschnallzeichen, zum Beispiel bei auftretenden Turbulenzen. So sehen es die Beförderungsrichtlinien für Passagierflüge vor. In diesem Fall muss das Kind durch einen Loop Belt oder eben durch einen eigenen Kindersitz geschützt sein.

Wie ist das mit dem Security Check? -- Wird der Sitz mit durchleuchtet?

Nein, der Sitz ist in der Regel zu groß, um in den Scannertunnel zu passen. Meistens wird er extra vom Sicherheitspersonal inspiziert. Dazu kann es nötig sein, dass der Autositz Ihnen für kurze Zeit abgenommen wird. Es kann auch sein, dass das Personal mit dem Sitz kurz in einen anderen Raum verschwindet. Der Sitz wird dann wieder an Sie ausgehändigt. Also keine Sorge.

Kostet die Mitnahme von einem flugzeugtauglichen Kindersitz etwas?

In den meisten Fällen ist die Mitnahme kostenlos, wenn Sie mit Kindersitz fliegen. Aber auch hier gibt es von Airline zu Airline Unterschiede, ob das Eigengewicht des Sitzes zum Handgepäck dazugerechnet wird oder nicht. Auch beim Handgepäck gibt es ein Freigepäck, Es liegt zwischen 5 und 8 Kilogramm. Wenn es dazu gerechnet wird, kann unter Umständen ein Übergewicht entstehen, das dann meist teuer bezahlt werden muss.

Ich möchte mit meinem Kind oder Baby verreisen, habe aber keinen Kindersitz fürs Flugzeug -- Was muss ich beachten?

Im Prinzip nicht viel. Außer, dass Sie Ihr Kind oder Baby natürlich trotzdem bei der Fluggesellschaft vorab anmelden müssen, damit diese einen Loop Belt für Sie reservieren kann. Im schlimmsten Fall kann es sonst passieren, dass alle Loop Belts für diesen Flug vergriffen sind. Sie werden garantiert nicht die einzigen Personen sein, die mit Kindern fliegen…

Wie sieht es mit einer Sitzerhöhung aus? -- Sind diese zugelassen?

Kinder, die bereits zu groß für einen Kindersitz sind, werden im Auto gelegentlich mit einer Sitzerhöhung, auch Booster Sitz genannt, transportiert. Der Vorteil einer Sitzerhöhung beim Fliegen liegt auf der Hand. Sie ist erheblich kleiner als ein kompletter Autositz für Kinder. Sie gehen problemlos als Handgepäck durch und können mit in die Kabine genommen werden. Doch ist eine solche Kindersitzerhöhung überhaupt für das Flugzeug zugelassen?

Hier herrschen geteilte Meinungen. Der TÜV Rheinland meint, dass eine solche Sitzerhöhung für Kinder bis 1,25 Meter Körpergröße durchaus sinnvoll ist. Grund sei die verbesserte Gurtbandführung des Flugzeuggurtes durch den Sitz.

Auf der anderen Seite ist uns momentan keine Sitzerhöhung bekannt, die das Siegel „for use in aircraft“ trägt. Streng genommen dürfen diese also nicht bei Start und Landung verwendet werden.

In den USA sind solche Sitzerhöhungen ausdrücklich untersagt. Grund dafür waren schlechte Testergebnisse auf einigen Flugzeugsitzen. Im Zweifel fragen Sie also besser direkt bei der Fluggesellschaft nach, ob Sie eine Kindersitzerhöhung mit ins Flugzeug nehmen dürfen. Oder Sie nehmen die Sitzerhöhung mit in die Kabine und verstauen sie dann bei einer Ablehnung einfach unter dem Sitz oder im Gepäckfach.

Was tun, wenn es Probleme gibt?

Folgende Situation: Das Bodenpersonal will einfach nicht erlauben, dass Sie einen Kindersitz im Flugzeug installieren, obwohl der Kindersitz fürs Flugzeug zugelassen ist und auch das „for use in aircraft“ Siegel trägt. Auf diese Situation gilt es vorbereitet zu sein, und einige Strategien aus dem Ärmel zu packen. Die Kollegen von Kidsaway haben hierzu einen recht hilfreichen Artikel geschrieben, den wir hier gerne verlinken.

zum Artikel bei Kidsaway

Was passiert, wenn die Fluggesellschaft trotzdem meinen Kindersitz ablehnt?

Sie haben alle Strategien aus dem Ärmel gezaubert und die Airline will trotzdem nicht einlenken, und erlauben dass Sie den Kindersitz ins Flugzeug mitnehmen? Hartnäckiger Fall, aber keine Sorge. In der Regel wird dann der Autositz für Sie im Frachtraum bis zum Reiseziel mitgenommen.

Der Sitz muss nicht am Flughafen bleiben. Ihr Kind fliegt dann einfach mit einer Schlaufenlösung, z.B. einem Loop Belt, mit. Beachten Sie jedoch, dass in den allermeisten Fällen der vorab gebuchte Sitzplatz in der Regel nicht an Sie zurückerstattet werden kann -- auch wenn Sie dann letztendlich ohne Kindersitz fliegen.

Modellübersicht – Sechs empfehlenswerte Modelle

Anschließend möchten wir Ihnen sechs Modelle von Babyschalen und Kindersitzen vorstellen, die wir empfehlenswert finden. Diese Kindersitze mit Flugzeugzulassung wurden vom ADAC und TÜV ebenfalls als sehr gut bewertet. Der Seitenaufprallschutz ist zwar fürs Fliegen nicht notwendig, aber Sie wollen die Babyschale bestimmt auch fürs Fahren im Auto nutzen -- und dann ist er wichtig.

Den Anfang machen fünf „normale“ Kindersitze und zum Schluß stellen wir noch einen Geheimtipp vor --  der ebenfalls flugzeuggeeignete aufblasbare Kindersitz HY5 TT.

Maxi-Cosi Citi

Die Maxi-Cosi Citi ist mit nur 3,25 kg eine sehr leichte Babyschale fürs Flugzeug. Bei diesem geringen Gewicht ist es erstaunlich, dass diese Schale sogar einen Seitenaufprallschutz mitbringt. Für optimalen Liegekomfort Ihres Babys besitzt die Schale innen eine weiche Polsterung.

Der Bezug vom Babysitz ist leicht abzunehmen und auch waschbar. Das 3-Punkt Hosenträger Gurtsystem muss dazu nicht einmal abgenommen werden. Für zusätzlichen Schutz vor neugierigen Blicken besitzt die Maxi-Cosi Citi Schale ein Sonnenverdeck.

Maxi-Cosi CabrioFix

Das Modell CabrioFix von Maxi-Cosi ist ebenfalls eine leichte Babyschale. Auch sie besitzt, wie auch der Pebble das „for use in aircraft“ Siegel und ist damit flugzeugtauglich. Das Dreipunktgurt Hosenträgersystem und der Seitenaufprallschutz sorgen für optimale Sicherheit beim Fliegen und beim Fahren.

Das Sonnenverdeck und die weiche Polsterung bieten Ihrem kleinen Schatz optimalen Komfort während der Reise. Auch an den Komfort der Eltern hat Maxi-Cosi beim CabrioFix gedacht, denn der Bezug ist abnehmbar und waschbar.

Fürs Auto gibt es wahlweise auch die Befestigung mittels ISOFIX Basisstation FamilyFix. Damit lässt sich die Liegeposition sogar noch verstellen.

Maxi-Cosi Rock

Ebenfalls vom Branchenprimus Maxi-Cosi stammt die neu vorgestellte Babyschale Rock als i-Size Nachfolger des beliebten Pebble. Eine Flugzeugzulassung ist hier auch an Bord. Die Schale entspricht der zukunftssicheren i-Size Norm und besitzt eine komfortable Liegefunktion und einen integrierten Seitenaufprallschutz.

Mittels Adapter ist sie wie auch schon der Maxi-Cosi Pebble zu vielen Kinderwagenherstellern kompatibel. Auch für die Rock gibt es optional die FamilyFix ISOFIX Basisstation zu kaufen. Im Auto erleichtert der ISOFIX Einbau der Schale die tägliche Nutzung ungemein.

Cybex Aton M i-Size

Die Cybex Aton M Babyschale ist i-Size zertifiziert und zudem flugzeugtauglich. Sie hat ein geringes Eigengewicht von 4,2 kg und ist für Kinder bis zu einer Körpergröße von 87 cm geeignet. Das Gehäuse von diesem Babysitz ist energieabsorbierend und bietet einen integrierten Seitenaufprallschutz für maximale Sicherheit.

Die extra breit und weich gepolsterten Gurte und die 11-fach höhenverstellbare Kopfstütze sorgen für optimalen Komfort bei Ihrem kleinen Schatz. Für den Sommer besitzt die Babyschale fürs Flugzeug ein praktisches XXL Sonnenverdeck mit UV-Schutz.

Mit dieser „for use in aircraft“ zertifizierten i-Size Schale fahren Sie zukunftssicher. Für den komfortablen ISOFIX Fahrzeugeinbau gibt es optional die ISOFIX Basisstation Base M zu kaufen. Wenn Sie eine Babyschale mit Flugzeugzulassung in Betracht ziehen, lohnt sich ein Blick auf den Aton M i-Size bei Amazon. Dort erfahren Sie weitere Details und die technischen Daten.

Britax Römer Eclipse

Wenn Sie eine Flugreise geplant haben, ist der Britax Römer ECLIPSE Kindersitz für die Gruppe 1 genau der richtige Sitz für Sie. Er besitzt die Flugzeugzulassung „for use in aircraft“ und ist speziell auch für Autos mit begrenztem Raum geeignet. Das leichte Gehäuse besitzt einen Seiten- und sogar Frontalaufprallschutz.

Für den ultimativen Komfort beim Britax Römer Eclipse sorgen die mehrfach verstellbaren Ruhepositionen und die höhenverstellbare Kopfstütze. Beides geschieht per Einhandbedienung. Der Sitz wird vorwärts eingebaut und besitzt ein eigenes 5-Punkt-Gurt System zur Sicherung des Kindes. Der Britax Römer Eclipse ist von 9 Monate bis 4 Jahre geeignet (9 bis 18 kg).

Eingebaut wird er mittels Drei-Punkt Fahrzeuggurt oder auch dem Zwei-Punkt Beckengurt. Ein Flugzeugzubehörset ist zum Britax Römer Eclipse separat erhältlich.

Nachfolger HY5 TT -- Der aufblasbare Geheimtipp

„Nachfolger“ ist hier die Marke. Zu diesem perfekten Reisekindersitz gibt es auch ein Travelkit fürs Flugzeug zu erwerben. Damit wird der supermobile Kindersitz flugzeugtauglich. Dieser Kindersitz for use in aircraft zum Aufblasen wiegt weniger als fünf Kilogramm.

Das Aufblasen ist in unter zwei Minuten mit Hilfe einer elektrischen Pumpe erledigt. Dabei lässt er sich auf ein Kleinstmaß zusammenfalten und nimmt dann nur noch einen Bruchteil seiner Größe ein. So passt er bequem in eine Reisetasche, und der Weg bis zum Flugzeug ist damit deutlich einfacher.

Er ist für Kinder bis vier Jahre geeignet und erfüllt natürlich alle Sicherheitsvorschriften wie auch die normalen Kindersitze. Mehr Details über den HY5 TT können Sie in unserem Ratgeber Gibt es einen aufblasbaren Kindersitz? nachlesen.

Fazit zum Fliegen mit Kind

Sie wollen gemeinsam mit Ihrem Baby oder Kind in den Urlaub fliegen? Hervorragend. Oft fliegen Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre extrem kostengünstig mit – selbst wenn Sie einen eigenen Sitzplatz für die kleinen Passagiere mitbuchen.  Allerdings sollten Sie mitgebrachte Kindersitze mit Flugzeugzulassung und gegebenenfalls auch den CARES Gurt stets vorab anmelden, wenn Sie mit eigenem Kindersitz fliegen.

Verlassen Sie sich nicht auf unsichere Gurtlösungen wie z.B. den Loop Belt. Diese sehr umstrittene Gurtschlaufenlösung ist leider noch immer erlaubt. Das System wird von Fachleuten jedoch als völlig unzureichend und zudem lebensgefährlich für die Kinder eingestuft. Ist es die sehr niedrige Unfallrate oder stecken gar wirklich finanzielle Gründe der Fluggesellschaften dahinter?

Wir wissen es nicht.

Was wir aber wissen, ist, dass ein spezieller Kindersitz mit Flugzeugzulassung oder auch notfalls nur eine Sitzerhöhung mit einem eigenen Sitzplatz für das Kind stets sicherer ist, als irgendwelche fragwürdigen Gurtlösungen. Da kann auch die sehr geringe Unfallstatistik nichts beschönigen. Für uns von Shell4kids ist jeder Unfall einer zuviel.

Daher empfehlen wir einen Kindersitz mit zusätzlicher Flugzeugzulassung zu kaufen, wenn Sie öfters mit Ihrem Baby oder Kind mit dem Flugzeug verreisen möchten. Außerdem kennt Ihr Kind den Sitz bereits vom Auto und fühlt sich darin wohler. Dadurch haben Sie es bequemer -- und Ihr Kind auch.

In diesem Sinne – Gute Reise!


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