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Kopf fällt im Kindersitz nach vorne

Aktualisiert am 6. November 2019

Kopf fällt im Kindersitz nach vorneIn einschlägigen Elternforen lesen wir öfters von besorgten Eltern, die sich fragen, warum der Kopf Ihres Kindes im Kindersitz oder Babyschale nach vorne auf die Brust fällt, sobald das Kind oder Baby eingeschlafen ist. In diesem Ratgeber wollen wir der Sache auf den Grund gehen und klären warum das so ist.

Außerdem möchten wir Ihnen Vorschläge aufzeigen, wie Sie die Sitzposition optimieren, um das Vorfallen des Kopfes zu verhindern. Zu guter Letzt stellen wir noch ein Hilfsmittel vor, welches das Kippen des Kopfes einschränkt.

Warum fällt der Kopf im Kindersitz ständig nach vorne?

Dafür gibt es eine einfache Erklärung. Die Körperspannung. Sie lässt nach, wenn wir uns im Schlaf befinden. Dies ist umso stärker zu spüren, umso tiefer wir in den Schlaf fallen. Davon sind keineswegs nur unsere Kinder betroffen. Auch Erwachsene kennen dieses Problem nur zu gut. So ist es Ihnen bestimmt auch schon einmal passiert, dass Sie im Bus oder U-Bahn eingeschlafen sind und dann einige Zeit später mit Schmerzen im Nacken aufgewacht sind.

Doch zurück zu den Kleinen. Wenn der Sitz eine zu geringe Neigung aufweist, also die Kinder „zu senkrecht“ im Sitz sitzen, wird der Kopf nicht mehr ausreichend gestützt. Das Kind döst ein, die Körperspannung lässt nach, und der Kopf fällt im Kindersitz nach vorne auf die Brust. Zudem fehlt bei manchen Sitzen auch ausreichender seitlicher Halt, was wiederum bei Kurven schlecht ist. Denn dann kann er nicht nur nach vorne kippen, sondern auch zur Seite.

Der Hauptgrund ist also die zu geringe Neigung des Sitzes und der unzureichende Seitenhalt für den Kopf.

Ist es schlimm, dass der Kopf ständig nach vorne kippt?

Ja, bei den Kleinen können auf Dauer ziemlich unangenehme Nackenverspannungen auftreten. Das Schlimme dabei: Die Kinder wissen gar nicht, warum ihnen nach dem Schlafen plötzlich der Nacken wehtut. Sie merken es im Schlaf selber nicht, dass ihr Kopf nach vorne kippt. Wir Erwachsenen merken es auch nicht, wenn wir uns in der Nacht im Bett verlegen. Am Morgen schmerzt dann plötzlich unser Nacken.

Auf Dauer kann es nicht nur unangenehme Verspannungen hervorrufen, sondern es könnte sich auch die Halswirbelsäule verformen. Das ist besonders fatal, da sich die Kinder noch im Wachstum befinden. Aus diesem Grund sollten wir dieses Problem nicht auf die leichte Schulter nehmen – zum Wohle unserer Kinder und Babys. Stattdessen möchten wir Ihnen nun Möglichkeiten aufzeigen, was Sie gegen das Vorfallen des Kopfes im Kindersitz tun können.

Was kann ich gegen das Vorfallen des Kopfes im Kindersitz tun?

Hier gibt es vier Möglichkeiten. Alle vier Möglichkeiten können Sie selbst ohne weitere Kosten durchführen.

1. Sitzposition des Kindes studieren und einstellen

Fakt ist: Je aufrechter die Sitzposition Ihres Kindes im Autositz, desto wahrscheinlicher ist, dass der Kopf nach vorne kippt. Daher scheint die naheliegenste Lösung zu sein, den Autositz flacher einzubauen, so dass das Kind mehr liegt als sitzt. Doch so einfach ist die Sache nicht. Die Sache hat nämlich einen Haken.

Je flacher das Kind im Kindersitz liegt, desto höher sind die körperlichen Belastungen auf das Kind im Falle eines Unfalls. Hier kann eine sehr liegende Position im Falle von einem Frontalcrash sehr gefährlich sein.

Anders bei der Babyschale. Sie wird stets rückwärts im Auto eingebaut, da Babys einige Monate nicht selbständig sitzen können. Sie müssen also liegen. In der rückwärtigen Position ist die Verletzungsgefahr und die Belastungen bei Weitem nicht so hoch wie in vorwärtsgerichteten Sitzen.

Diese flachen Liegepositionen gibt es aber nicht mehr bei den Folgesitzen. Hier spricht man von Ruhepositionen und nicht mehr Liegepositionen. Näheres erfahren Sie auch im Ratgeber Kindersitz mit Liegefunktion. Hier ist also aus den genannten Sicherheitsgründen durchaus beabsichtigt, dass ältere Kinder aufrechter im Sitz sitzen.

Wenn Sie ihren Sitz verstellen können, umso besser. Gehen Sie aber dabei stets nach dem Grundsatz vor: So liegend wie nötig, dabei aber so aufrecht wie möglich. Je älter ein Kind wird, desto stabiler wird auch sein Körperbau und desto aufrechter kann es sitzen.

2. Kopf fällt im Kindersitz nach vorne – Gurte prüfen

Wenn der Kopf bei Ihrem Kind beim Schlafen ständig auf die Brust fällt, ist es vielleicht nicht fest genug angeschnallt. Wenn der Gurt zu locker ist, kippt nicht nur der Kopf beim Bremsen nach vorne sondern auch der gesamte Oberkörper. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie den Sicherheitsgurt etwas fester anziehen.

Ziehen Sie die Gurte so an, dass die Schultern hinten die Rückenlehne vom Sitz berühren. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind fest in der Schale des Kindersitzes sitzt und kein Hohlkreuz bildet. Keinesfalls darf zwischen dem Rücken Ihres Sprößlings und der Lehne vom Kindersitz ein Leerraum sein.

3. Einbau vom Kindersitz optimieren

Selbst wenn Sie Ihren Autositz auf die flachste Position gestellt haben, kann es sein, dass der Kopf weiterhin nach vorne fällt. Hier sind oft steile Sitzbänke dran schuld, weil die Rückenlehne dann ebenfalls sehr steil wird. Bei solchen Fahrzeugmodellen ist der Einbau von Babyschalen oder Kindersitzen dann oft etwas schwierig. Nachfolgend einige Tipps.

Bei Babyschalen

Hier gibt es nur den rückwärtigen Einbau. Das Baby sollte hier vor allem auch wegen der Gesundheit des empfindlichen Babyrückens möglichst flach in der Babyschale liegen. So kippt der Kopf Ihres kleinen Schatzes beim Schlafen auch möglichst wenig auf die Brust. Nicht immer jedoch ist ein solcher flacher Einbau möglich. Wenn Sie eine praktische ISOFIX Basisstation zu Ihrer Babyschale besitzen, kann es sein, dass diese nur einen recht steilen Einbau der Schale zulässt.

Alle Babyschalen sind aber immer auch mit Gurt befestigbar. Vielleicht kann es daher sinnvoll sein, die Babyschale in den ersten Wochen und Monaten mit dem Gurt zu befestigen und erst später auf die ISOFIX Basis umzusteigen, wenn Ihr Baby sitzen kann.

Das Non-plus-Ultra sind sogenannte ISOFIX FlexBases, wo Sie den Liegewinkel einstellen können – und das von Geburt an. Haben Sie zum Beispiel einen Britax Römer Baby-Safe als Babyschale, so wäre hier die ISOFIX FlexBase das Mittel der Wahl. Nicht ganz günstig aber höchst effektiv. Der Einbauwinkel kann hier um +- 15 Grad nach vorne oder hinten geneigt werden.

Rückwärtsgerichtete Reboarder Kindersitze

Das eben Gesagte funktioniert ebenso bei Reboardern, die mit dem Gurt befestigt werden. Hier müssen Sie nur den Autositz tiefer ins Polster drücken, während Sie die Spanngurte fest ziehen. Am besten geht das zu zweit. Einer drückt, die andere Person zieht die Spanngurte fest. So sitzt der Reboarder Kindersitz flacher geneigt im Auto. Eventuell kann es nötig sein, die Spanngurte nach einiger Zeit erneut zu straffen. Damit Sie ihre Polster bei dieser Aktion nicht beschädigen, gibt es Schonauflagen für die Rückbank zu kaufen.

Tipp: Kindersitz Kopfhalterung als günstige Lösung

Kindersitz KopfhalterungWenn Ihre Rückenlehne so steil ist, dass selbst die flachste Sitzeinstellung nichts bringt, können Sie es mit einem praktischen Zubehörteil versuchen – einem sogenannten Kindersitz Kopfband.

Was kann man sich unter einem sogenannten Kopfband vorstellen? Im Prinzip ist es eine Art verschließbares Stirnband, das um die Stirn des Kindes beim Schlafen gelegt wird. Es gibt verschiedene günstige Universalbänder, die auf jeden Autositz passen. Zum Beispiel können Sie sich diese hier mit netten Motiven für recht kleines Geld bei Amazon einmal ansehen.

Diese Kindersitz Kopfhalterung hindert den Kopf wirkungsvoll daran, nach vorne auf die Brust zu fallen. Der Kopfhalter schmiegt sich dabei schön angenehm weich an die Stirn Ihres Kindes an. Trotzdem kann es sein, dass Ihr Kind dieses Kopfband absolut nicht akzeptieren will. In diesem Fall hilft wahrscheinlich nur noch die Luxuslösung, die wir ganz unten vorstellen. Vorher möchten wir aber noch kurz einen weiteren möglichen Einflussfaktor besprechen – Ihre Fahrweise.

4. Auch der Fahrstil spielt bei diesem Phänomen eine große Rolle?

Was vielleicht auf den ersten Blick gar nicht so offensichtlich ist – auch die Fahrweise spielt hier mit rein. Hier sind folgende Fahrmanöver ausschlaggebend.

  • Bei vorwärtsgerichteten Sitzen kann starkes Bremsen das Nach-vone-Fallen des Kopfes begünstigen
  • Bei rückwärtsgerichteten Reboarder Kindersitzen bzw. Babyschalen kann starkes Beschleunigen das Nach-vorne-Kippen des Kopfes hervorrufen.

In der Regel bremst man stärker ab, als beschleunigt wird, daher sind rückwärtsgerichtete Kindersitze hier im entscheidenden Vorteil. Diese speziellen Kindersitze werden Reboarder genannt.

Als Faustregel: Versuchen Sie auf jeden Fall starkes Bremsen und Beschleunigen zu vermeiden sobald Ihr Kind hinten im Autositz am Schlafen ist. Ein Blick in den Rückspiegel schafft hier Klarheit. Für Babyschalen gibt es spezielle Babyspiegel zu kaufen. Sie werden an der Kopfstütze angebracht. So haben Sie ihr Baby immer im Auge und sehen was es macht.

Kopf fällt im Kindersitz nach vorne – Wenn alles nichts hilft…

Sie pflegen eine umsichtige Fahrweise, die Gurte sind straff gezogen, der Einbau vom Sitz passt, das Kind sitzt optimal und – trotzdem fällt immer noch der Kopf beim Schlafen nach vorne? Keine Sorge – Sie benötigen nicht zwangsläufig einen neuen Autositz. Dieser Fall kommt tatsächlich oft vor. So langsam gehen uns die Ideen aus, doch selbst wenn Ihr Kind auch noch den Kindersitz Kopfhalter verweigert, haben wir von Shell4kids noch eine letzte Lösung parat.

Sie können es mit einem Nackenkissen im Autositz versuchen, der den Kopf Ihres Kindes stützt. Wichtig ist nur zu wissen, dass sich nicht jedes Kissen gleich gut dafür eignet. Aus mehreren guten Erfahrungen empfehlen wir hier die Schlafkissen von Sandini. Die Kissen sind universell verwendbar und haben den Vorteil, dass sie im Nacken keine Wulst bilden, die drücken könnte. Leider sind sie nicht ganz günstig, aber dafür wirksam.

Außerdem werden die Kissen unter dem Kinn verschlossen und stützen daher den Kopf auch von unten und nicht nur von der Seite. Im Falle eines Crashs löst sich der Klettverschluss der beiden Hälften, so dass die Sicherheit auch gut gewährleistet ist. Das Kissen ist atmungsaktiv und aus kuscheligem Mikrofaserstoff gefertigt.

Der ADAC spricht ebenfalls eine Empfehlung für dieses Kissen aus – So steht einer entspannenden Autofahrt mit einem sanft schlummernden Kind nichts mehr im Wege.


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