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Traktor Kindersitz – So wird die Fahrt auf dem Trecker zum Vergnügen

Aktualisiert am 29. Juli 2020

Kindersitz fuer TraktorEin Traktor Kindersitz – braucht man so etwas? Na und ob!

Kinder haben ein Faible für große Maschinen. Dies fängt schon mit Baufahrzeugen als Spielzeug im zarten Kindergartenalter an. Leben Sie auf dem Land oder haben Sie einen Bauernhof, wird es sicher schon den ein oder anderen Traktor gesehen haben und begeistert von dieser großen Landmaschine sein.

Vielleicht will es sogar einmal auf dem Trecker mitfahren. Damit dieses Erlebnis auch gefahrlos in vollen Zügen genossen werden kann, möchten wir mit unserem Ratgeber über die Gefahren aufklären, und ab wann es wirklich Sinn macht, ein Kind auf dem Schlepper mitzunehmen. Ebenso stellen wir nützliche Dinge zum Nachrüsten vor, damit die Landmaschine kindersicher wird. Zum Abschluss stellen wir drei spezielle dafür geeignete Kindersitze für den Traktor kurz vor. Viel Spaß.

Wie kommt es überhaupt dazu, dass ein Kind auf dem Schlepper mitfährt?

Oft ist es so, dass entweder Sie als Eltern oder Oma und Opa einen Bauernhof besitzen. Irgendwann bekommt es das Kind mit, dass da eine so große tolle Maschine steht und will mitkommen, wenn Papa oder Opa auf den Trecker steigt. Spätestens bis dahin sollten Sie sich mit dem Thema Traktor Kindersitz beschäftigt haben. Das Gesagte gilt natürlich nur für Kleinkinder, die bereits laufen und sprechen können.

Es kann aber auch sein, dass Sie ein Baby haben und wollen es einfach nicht alleine lassen. Daher liegt der Gedanke nahe, es einfach auf dem Traktor mitzunehmen – so wie ein Baby halt immer überallhin mitgenommen wird. Gerade bei Babys sollten Sie aber schnell wieder Abstand von diesem Gedanken nehmen.

Leider passieren viele Unfälle mit Traktoren

Obwohl auf Bauernhöfen statistisch weniger Unfälle mit Kindern passieren als in der Stadt, enden diese nicht selten auch tödlich. Die Rate mit Todesfolge ist um einiges höher. Meistens ist bei diesen tragischen Unfällen eine Landmaschine der Verursacher.

Für Babys und Kinder unter fünf Jahren ist eine Fahrt auf dem Traktor tabu

Freilich ist das nur unsere Meinung. Wir möchten Ihnen aber auch kurz erklären, warum wir von Shell4kids so denken.

Zu viel Schüttelei mit Rückenschäden als Spätfolge

Traktorsitz für KinderDie Fahrt auf einem Trecker ist keineswegs so wie in einem gut gedämpften PKW. Erstens ist der Untergrund meistens sehr uneben und zweitens hat eine Landmaschine längst keine so gute Federung wie ein Auto. Grobe Stöße und permanentes Gerüttel wird also praktisch fast ungefiltert auf das Kind übertragen.

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht als würde das Kind eine Menge Spaß haben so richtig auf dem Acker durchgeschüttelt zu werden – der Schein trügt. Die Wirbelsäule und Bandscheiben müssen dabei Schwerstarbeit leisten.

Nur merken das die Kinder auf dem Trecker selbst nicht. Es kann jedoch zu bleibenden Schädigungen der Wirbelsäule kommen, die sich dann erst im Erwachsenenalter bemerkbar machen. Auch Erwachsene, die früher auf schlecht gefederten Traktorsitzen gearbeitet haben, klagen oft über Rückenschmerzen.

Lautstärke

Landmaschinen sind in der Regel sehr laut, da sie einen starken Motor besitzen, der auch noch meist offen ist. Für das empfindliche Baby- und Kleinkindohr ist diese permanente Beschallung zu viel und auf Dauer auch nicht gut für das Ohr und das Gehirn.

Dabei kommt es keinesfalls nur auf die Dauer der Lärmeinwirkung vom Trecker auf das Kind ein. Schon ein kurzes lautes Geräusch von Sekundenbruchteilen kann das sehr empfindliche Gehör des Babys oder Kleinkindes dauerhaft schädigen.

Sturz vom Traktor

Es kann allzu leicht passieren, dass das Baby oder Kleinkind vom Traktor stürzt. Einmal nicht aufgepasst oder nicht angeschnallt, ist es passiert. Die Zeit lässt sich dann nicht zurückdrehen…

Gerade das „auf-dem-Schoß“ mitnehmen ist hier das Gefährlichste überhaupt. Doch dazu unten mehr.

Mein Kind ist alt genug, und ich will es auf dem Traktor mitfahren lassen – Auf was muss ich achten?

Alles klar. Die Entscheidung und Verantwortung tragen allein Sie. Wichtig ist, dass Sie die nachfolgenden Punkte beachten.

Gefahren lauern überall

Sie sollten Ihrem Kind die Gefahren erklären, die überall lauern. Es gibt drei Hauptgefahren.

  • Das Kind betätigt einen Hebel am Trecker und löst damit einen Unfall aus
  • Das Kind kann im Schlepper Kindersitz einschlafen, vom Traktor stürzen und im schlimmsten Fall überrollt werden
  • Ein Kind, das einmal auf dem Traktor mitgenommen wurde, will immer wieder mitfahren und eilt unkontrolliert auf eine bereits fahrende Landmaschine zu. Es kann leicht übersehen werden.

Besonders spielende Kinder muss man im Auge behalten, wenn Traktoren unterwegs sind. Man muss sich stets vergewissern, dass sich diese nicht hinter der Landmaschine oder zwischen Trecker und Anhänger oder dahinter aufhalten.

Hier ist insbesondere auch auf die landwirtschaflichen Anbaugeräte am Traktor zu achten. Sie werden oft hydraulisch durch Betätigen eines Hebels am Trecker angehoben oder auch ruckweise auf den Boden abgesenkt. Wenn sich nun ein Kind unter so einem Anbaugerät befindet…

Vorsichtsmaßnahmen sind wichtig

Machen Sie alte Schlepper kindersicher

TraktorkindersitzVor allem Traktoren älterer Bauart sind sehr „offen“ gebaut. Die Sicherheitsmaßnahmen entsprechen nicht den heutigen Standards. Hier kann ein Fuß des Kindes beispielsweise schnell in die Hydraulik oder in ein drehendes Rad gelangen. Eine Lösung besteht darin, an den offenen Stellen Abdeckungen zu befestigen. Diese können beim Nachrüsten ruhig selbst gebastelt werden. Vielleicht können Sie solch eine Abdeckung auch bei ebay gebraucht kaufen.

Viel wichtiger ist es aber, dass das Kind im Trecker in einem speziellen Traktorkindersitz fest angeschnallt sitzt. So ein spezieller Traktor Kindersitz hat auch den Vorteil, dass er meist sehr gut gefedert ist und so den empfindlichen Rücken und die Wirbelsäule des Kindes wirksam vor Stößen schützt.

Wichtig ist hier, dass das Kind unbedingt im Kinder Traktorsitz angeschnallt wird. Keinesfalls ist es ausreichend, dem Kind zu sagen es solle sich festhalten. Umso mehr es rüttelt und schaukelt, umso größer ist nämlich die Gefahr, dass das Kind im Schlepper Kindersitz einschläft. Deshalb schlafen Kinder auch so gerne in Autositzen während der Fahrt ein.

Ziehen Sie immer den Schlüssel ab

In der Kabine eines Traktors geht es meist recht bunt zu. Viele Stellteile, Pedale, Knöpfe und Hebel sind farbig und erwecken damit die kindliche Neugierde. Das kann für jüngere, aber auch für ältere Kinder gefährlich werden. Wenn sie beim Vater auf dem Trecker mitfahren, der kurz aussteigt und den Motor laufen lässt, wird gerne vom Kindersitz aus neugierig an den vielen bunten Bedienelementen in der Traktorkabine rumgespielt.

Vielleicht wird sogar aus Versehen das Fahrzeug in Gang gesetzt. Die einzige Lösung besteht hier: Immer den Schlüssel abziehen, wenn Sie vom Traktor steigen – und sei es noch so kurz. Eine zweite Lösung wäre eine Art Sicherheitsschalter im Sitz zu befestigen, der bei einem bestimmten Gewicht anspricht und die Bedienelemente freischaltet. Sitzt ein schwererer Erwachsener auf dem Sitz, wird er aktiviert, bei einem Kind hingegen nicht. Manche Traktoren Hersteller bieten solche Schalter zum Nachrüsten an.

Installieren Sie eine Rückfahrkamera

Kindersitz auf Traktor befestigenSehr nützlich, wenn auch nicht ganz günstig, ist eine Rückfahrkamera für den Traktor. Die meisten Unfälle passieren, wenn die Landmaschine sich in Bewegung setzt. Gerade wenn Anhänger angekuppelt werden oder rückwärts ausgeparkt werden soll, passiert es oft, dass Kinder sich im hinteren Bereich des Traktors aufhalten. Kinder wollen beim Anhängen mithelfen oder begeben sich in die Gefahrenzone, weil sie unbedingt mitfahren wollen.

Eine Rückfahrkamera würde hier von großer Hilfe sein, da sie auch direkt den hinteren Bereich der Landmaschine erfasst und spielende Kinder erkannt werden können. Viele Traktoren Hersteller bauen so eine Rückfahrkamera bereits ab Werk ein. Sie lässt sich bei den großen Marken wie Fendt, John Deere und Steyr jedoch auch nachrüsten.

Steigen Sie rückwärts vom Trecker

Die Türen eines Traktors sind oft tückisch. Was für den Erwachsenen sehr angenehm ist, kann für Kinder gefährlich werden. Wenn der Riegel zur Traktortür betätigt wird, öffnet sich die Tür automatisch durch eine Gasdruckfeder. Kinder sind auf das plötzliche Öffnen der Tür nicht vorbereitet und versuchen sich dann an der Gasdruckfeder festzuhalten. Es kann passieren, dass sie dann sogar mit der Tür aus der Landmaschine herausgezogen werden.

Will das Kind gewollt zur Seite aussteigen, kann es ebenfalls gefährlich werden. Dadurch, dass die Stufen der steilen Treppe sehr weit auseinanderliegen, kann das Kind diese herunterstürzen und sich verletzen. Aus diesem einfachen Grund ist es besser, rückwärts vom Trecker zu steigen.

Auch mit einer geschlossenen Kabine kann etwas passieren

Eine geschlossene Kabine ist keinesfalls ein Freifahrtschein für Ihr Kind auf dem Schlepper. Die weit verbreitete Meinung, dass mit einer geschlossenen Kabine und ohne Kindersitz nichts passieren kann, ist ein folgenschwerer Trugschluss. Immer wieder häufen sich Berichte, dass die Türe unkontrolliert aufgegangen ist und Kinder aus dem fahrenden Trecker gestürzt sind.

Kind auf dem Schoß fahren lassen – Bitte niemals nie!

Eines sollten Sie wirklich niemals nie tun – Das Kind ungesichert auf dem Schoß auf dem Trecker mitfahren lassen. Wer so etwas macht, handelt grob fahrlässig. Das gilt genauso auch für Kinder oder Babys, die im Auto transportiert werden.

Ein alter Fahrradsitz ist keine Lösung…

…da er nicht vernünftig am Schlepper zu befestigen ist. Fahrradsitze für Kinder sind aus Gewichtsgründen meistens aus Kunststoff, die nicht an der Karosserie angeschweißt werden können. Außerdem verfügt ein solcher Sitz nicht über die nötigen Federungseigenschaften, wie ein speziell dafür ausgelegter Traktor Kindersitz.

…und auch nicht der Beifahrersitz oder Traktor Kotflügelsitz

Besonders kleinere Kinder können auf dem Beifahrersitz auf dem Trecker nicht ordentlich angeschnallt werden. Der Türgriff ist in greifbarer Nähe, genauso wie Stellteile. Und wenn die Kinder dann doch einmal einschlafen – was sie gerne tun – besteht die Gefahr, dass sie vom Sitz rutschen. Der Beifahrersitz ist rein als Instruktorensitz gedacht. Kinder werden hier meist von der Benutzung von vornherein durch die Traktorhersteller ausgeschlossen.

Brandgefährlich ist auch ein womöglich selbst geschweißter Traktor Kotflügelsitz. Das Kind sitzt hier sehr weit außen über dem Rad. Wenn es dann aus dem Kotflügelsitz herausfällt, landet es direkt auf dem Acker – oder auf der Straße…

Einzig allein ein spezieller Kindersitz für den Traktor ist die Lösung

Mit einem solchen Traktor Kindersitz können die Kleinen absolut sicher auf der Landmaschine mitfahren. Der 5-Punkt Gurt von solch einem Kinder Traktorsitz verhindert, dass das Kind aus dem Sitz herausrutscht, wenn es einschläft. Außerdem kann so der Nachwuchs auf dem Trecker nicht herumzappeln und dabei an Hebel und Knöpfe gelangen. Ebenso kann das Kind das Türschloss nicht erreichen oder gar bei geöffneter Tür aus dem Trecker fallen.

Hierbei ist es wichtig, einen Kindersitz für den Traktor zu kaufen, der komfortabel und gut gefedert ist, um den empfindlichen Rücken des Kindes bestmöglichst zu schonen.

Nachfolgend finden Sie eine Produktempfehlung, die von der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft herausgegeben wurde. Bereits 2004 wurde die Kampagne „Kinder sicher und gesund auf dem Bauernhof“ aufgerufen, die die Sicherheit von Kindern auf der Landmaschine maßgeblich erhöhen sollte.

Der sichere Traktor Kindersitz SIBECO der Oscar Fäh AG ist sehr komfortabel und bietet gleichzeititg größtmögliche Sicherheit und Spaß für die Kleinen. Einen ausführlichen Test Bericht des SIBECO Kindersitz finden Sie unter

https://www.oscarfaeh.ch/fileadmin/user_upload/oscarfaeh/pdf/content_prospects/Testbericht_Sibeco_Kindersitz_DE_06-2015.pdf

Grenzwertig finden wir von Shell4kids nur die kleinste Testerin im Test, die gerade einmal 14 Monate alt ist.

Zweite Möglichkeit – der Traktor Kindersitz Hema Bambino

Der HEMA Bambino Kindersitz für den Traktor begleitet ein Kleinkind auf der Landmaschine bis zur Schulpflicht. Der Sitz mit integrierter Kopfstütze ist sehr komfortabel gefedert. Der Federweg beträgt großzügige 70 mm. Der Kinder Traktorsitz besitzt zudem einen speziellen Stoßdämpfer mit Kugellager für den empfindlichen Rücken der Kleinen.

Der HEMA Bambino Traktorsitz für Kinder kann bis zu einem Gewicht von 40 kg verwendet werden. Ein 5-Punkt-Gurt mit Steckverschluss sorgt für die Sicherheit des Kindes. Praktisch ist auch der Wechseladapter. Mit dessen Hilfe kann der HEMA Bambino Kindersitz auch auf andere Traktoren einfach und schnell angebracht werden.

Dritte Möglichkeit – Der Traktor Beifahrersitz von Klaraseats

Ebenfalls sehr gut ist der KlaraSeats Traktorsitz für Kinder, gefedert mit 5-Punkt Gurt bei Amazon. Etwas abschreckend mag hier vielleicht nur der Preis von diesem Kinder Traktorsitz sein, aber sonst ist der Kindersitz für den Traktor state-of-the-art und natürlich absolut sicher.

Fazit

Das Thema Kinder und Traktoren, insbesondere das Mitfahren auf Traktoren, sollte absolut ernst genommen werden. Nicht selten gehen von den Landmaschinen große Gefahren aus, wenn man einige Regeln nicht beachtet. Dabei überwiegt die kindliche Neugierde meistens vor der Vernunft.

Babys und Kleinkinder unter fünf Jahren sollten sowieso von Traktoren ferngehalten werden, da die Rüttelei und die Lautstärke während des Fahrens auf dem Trecker erhebliche Spätschäden an der Wirbelsäule bzw. Gehör anrichten könnte.

Eltern sind hier in der Pflicht. Sie haben dafür zu sorgen, dass der Trecker so kindersicher als möglich wird. Eine Rückfahrkamera zum Nachrüsten ist hier eine sinnvolle Investition. Desweiteren verhindern Sicherheitsschalter wirksam, dass Kinder an den Bedienelementen herumspielen. Aber auch so banale Dinge wie Schlüssel abziehen oder immer rückwärts vom Schlepper steigen gehören dazu.

Ein spezieller Traktor Kindersitz ermöglicht Kindern gefahrlos auf dem Trecker mitzufahren. Keinesfalls sollten Sie das Kind auf den Schoß nehmen, in einen Beifahrersitz setzen oder gar auf dem Traktor Kotflügelsitz mitfahren lassen.

Weiterhin muss möglichst frühzeitig eine Aufklärung der Kinder erfolgen und die Gefahren von Traktoren und Landmaschinen den Kindern bewusst gemacht werden. So kann von vornherein so manches Unglück vermieden werden.


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