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Hilfe, die Beine meines Kindes sind zu lang für die Babyschale

Aktualisiert am 6. November 2019

Beine zu lang für BabyschaleImmer wieder sind Eltern in Sorge, dass das Baby zu groß für die Babyschale sei, sobald die Beine vorne herausstehen. Sie denken, dass die Babyschale zu klein geworden ist. Viele fallen dadurch in übertriebenen Aktionismus und setzen das Baby in einen vorwärtsgerichteten Kindersitz, obwohl es eigentlich noch zu klein dafür ist. Die Nutzungsdauer der Babyschale wird nicht ausgereizt.

Diesen weitverbreiteten – und auch gefährlichen Irrtum – möchten wir in diesem Beitrag aus der Welt schaffen. Wenn Sie also auch zu den besorgten Eltern gehören, empfehlen wir Ihnen, den Beitrag Beine zu lang für die Babyschale zumindestens querzulesen.

Babyschalen sind in der Höhe verstellbar

Obwohl es eigentlich klar ist, möchten wir nochmal darauf hinweisen. Fast alle Babyschalen ermöglichen eine Höhenverstellung der Rückenlehne. Manchmal ist diese etwas versteckt hinter einer Klappe angebracht, und man denkt im ersten Augenblick nicht daran. Die Babyschale Nutzungsdauer verlängert sich damit erheblich. Dadurch, dass der Kopf jetzt höher sitzt, werden auch die Beine weniger stark drüberragen.

Im Zweifel ziehen Sie die Bedienungsanleitung der Schale zu Rate und erklären diese Möglichkeit auch Familienangehörigen, zum Beispiel den Großeltern. Haben Sie den Babysitz bereits in die höchste Position gestellt, dann lesen Sie weiter.

Ab wann ist denn wirklich die Babyschale zu klein?

Hier gibt es mehrere eindeutige Erkennungsmerkmale.

  • Das Kind wiegt deutlich über 13 kg.
  • Der Kopf steht über die Schale in der höchsten Position heraus oder ist auf gleicher Höhe
  • Die Gurte kommen deutlich hinter den Schultern aus dem Sitz hervor (liegen quasi unter den Schultern)

So lange keines dieser Kriterien zutrifft, ist auch nicht die Babyschale zu klein – So einfach ist das!

Zum zweiten Punkt möchten wir noch folgendes anmerken: Wenn der Kopf bereits auf gleicher Höhe mit dem oberen Rand der Schale (in höchste Position gestellt) ist, sollten Sie nicht mehr lange warten und sich um einen Folgesitz kümmern.

Bei einem Wachstumsschub kann es nämlich sonst sein, dass plötzlich wirklich die Babyschale zu klein wird und der Kopf drüberragt. Ein sicheres Transportieren ist dann nicht mehr gewährleistet, und dann sollte man schon den Folgesitz zur Schale parat haben. So geraten Sie nicht in Zeitnot.

Bis zu welchem Alter und Gewicht darf ein Kind in der Schale sitzen?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, da es mehrere Gruppen von Babyschalen gibt. Bei den meisten Babyschalen der Gruppe 0+ beträgt das Übertrittsalter oder die Babyschale Nutzungsdauer etwa 13 Monate. Das Maximalgewicht liegt hier meist bei 13 kg. Tatsächlich wachsen aber viele Kinder schon aus dem Babysitz heraus, bevor sie 13 kg wiegen. Dann wird die Babyschale zu klein.

Haben Sie hingegen ein i-Size Modell, zum Beispiel den Maxi-Cosi Rock, so ist in der Norm gesetzlich vorgeschrieben, dass das Kind mind. 15 Monate rückwärtsfahren muss. Hier ist insbesondere auch die Körpergröße wichtig. Mehr darüber lesen Sie in unserem großen Wissensratgeber Was ist i-Size? – Alles was Sie zum Standard wissen müssen.

Was tun, wenn mein Baby tatsächlich aus dem Babysitz herausgewachsen ist?

In diesem Fall führt dann natürlich kein Weg am Folgesitz vorbei. Wir legen Ihnen allerdings ans Herz, dass Sie nach der Babyschale Nutzungsdauer gleich einen Reboarder in Betracht ziehen. Hier gibt es auch tolle 360 Grad drehbare Modelle, falls Ihr Kind dann irgendwann partout nicht mehr rückwärtsfahren will.

Was lässt Eltern denken, dass es dem Kind unbequem im Babysitz ist?

Oft gehörter Satz in diesem Zusammenhang ist: „Wo soll das Kind denn mit den Beinen hin? Sie stehen schon an der Sitzbank an.“

Keine Panik, das Kind muss seine Beine nicht ausstrecken, es kann sie ohne Probleme anwinkeln. Viele kleine Babys sitzen auch viel lieber mit angewinkelten Beinen als mit ausgestreckten.

Es kann natürlich auch sein, dass Ihr Baby in der Schale quengelt oder schreit. Im ersten Moment denkt man, die Beine sind zu lang für die Babyschale und es ist ihnen unbequem. Aber auch hier ist der wirkliche Grund für das Schreien ein anderer und nicht die Babyschale zu klein.

Babys wollen mit zunehmenden Alter immer mehr sehen. Durch die liegende Position in der Schale werden sie daran gehindert. Deshalb zeigen sie ihren Unmut durch Schreien.

Kinder stört nicht das Rückwärtsfahren an sich, sondern die liegende Position in der Schale, weil sie nichts sehen können.

Was können Sie tun, wenn Ihr Baby permanent im Babysitz schreit?

Wenn Ihr Baby noch zu klein für einen Folgesitz ist, können Sie nur schlecht was machen. Ist es aber schon über 13 Monate, können Sie überlegen, einen Reboarder als Folgesitz zu kaufen. Dann fährt Ihr Kind genauso sicher weiter rückwärtsgerichtet, sitzt aber höher und aufrechter und kann aus dem Fenster schauen. Reboarder sind nämlich höher gebaut als Babyschalen.

Entscheiden Sie sich für ein Modell mit 360 Grad Drehfunktion, schlagen Sie sogar zwei Fliegen mit einer Klappe. Ihr Baby fühlt sich dadurch wohler, weil es was sehen kann und Sie können die Drehfunktion in der 90 Grad Stellung für ein leichteres Hinein- und Herausheben sehr gut nutzen. Außerdem halten Sie so immer direkten Blickkontakt zu Ihrem Kind – Ihr Kind freut sich und Ihr Rücken auch. Im Ratgeber Drehbarer Kindersitz gehen wir ausführlich auf diese Sitze ein.

Ein vorwärtsgerichteter Kindersitz ist eine suboptimale Lösung

Viele Eltern denken, sie würden einen Gefallen tun, wenn Sie ihr Baby nach der Nutzungsdauer der Babyschale vorwärtsgerichtet sitzen lassen, doch dies ist in den meisten Fällen keinesfalls eine zufriedenstellende und vor allem auch unsichere Lösung.

Im Falle eines Frontalcrashs wird der Nacken des Kindes erheblichen Belastungen ausgesetzt. Bei einem rückwärtsgerichteten Kindersitz – also Reboarder – ist das nicht so. Deswegen sind solche Sitze die sicherste Lösung.

Empfehlenswerte passende Folgesitze zur Schale nach Marke

Wenn Sie zum Entschluss gekommen sind, dass wirklich die Babyschale zu klein geworden ist – und nur dann – können Sie über einen geeigneten Folgesitz nachdenken. Viele Eltern entscheiden sich schon bei der Schale für eine Marke und möchten dann als Folgesitz dann nach Möglichkeit bei der Marke bleiben.

Das verstehen wir von Shell4kids vollkommen und zeigen Ihnen deshalb für die drei größten Premiummarken Maxi-Cosi, Cybex und Britax Römer empfehlenswerte Folgesitze auf, die den strengen Bewertungskriterien von Shell4kids genügen. Wir werden uns hier auf Reboarder beschränken, weil wir denken, dass dies nach der Nutzungsdauer der Babyschale der sicherste Weg ist.

Cybex Sirona

Hier gibt es eine ganze Reboarder Modellserie. Der Sirona M2 i-Size besitzt eine funktionelle und praktische Drehfunktion und ist mit dem ISOFIX System einbaubar. Die neusten Sicherheitsstandards werden laut Test vollumfänglich erfüllt. Daher ist selbstverständlich auch ein Seitenaufprallschutz in die Sitze eingebaut. Cybex ist außerdem bekannt für sein tolles Styling seiner Produkte. Langweilig war gestern.

Wenn Ihr Kind dann genug vom Rückwärtsfahren hat, lassen sich die Sitze blitzschnell nach vorne drehen. Mit dem Sirona Q gibt es von Cybex sogar ein Modell mit Fangkörper. Mehr über diese spezielle Kindersitzart finden Sie in unserem großen Ratgeber Fangkörpersitze – Fluch oder Segen?

Cybex Sirona M2 i-Size

333,99 € 409,95 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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Maxi-Cosi AxissFix

Die neusten Sicherheitsstandards nach i-Size werden mit diesem Sitz für Kleinkinder in einem einzigartigen Sitz kombiniert. Der AxissFix ist 360 Grad drehbar und das An- und Abschnallen des Kindes in der 90 Grad Stellung wirklich kinderleicht. Mit diesem Sitz fährt Ihr Kind bis maximal zwei Jahre rückwärts und wird dann nach vorne gedreht.

Der Kindersitz ist bis zu einer Größe von 105 cm geeignet und verfügt über einen hohen Komfort und einfache Installation per ISOFIX. Kopf und Nacken sind optimal geschützt. Auch der Bedienungskomfort zum Verstellen ist vorbildlich. Typisch Maxi-Cosi eben.

Maxi-Cosi AxissFix

329,99 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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Britax Römer Dualfix

Der Dualfix von Britax Römer ist ein 360 Grad drehbarer Autokindersitz mit ISOFIX Befestigung. Die 90 Grad Stellung eignet sich vorzüglich zum leichteren Hinein- und Herausheben des Kindes mit direktem Blickkontakt zum Kind. Ihr Rücken wird es Ihnen danken. Keine umständliche Verrenkerei mehr. Selbstverständlich können Sie den Sitz ab einem Körpergewicht von 9 kg auch nach vorne drehen – etwa weil Ihr Kind vom Rückwärtsfahren genug hat.

Die fünf Ruhepositionen sind hervorragend für ein komfortables Reisen gedacht und laden zum Relaxen ein. Selbstverständlich ist auch ein Neugeboreneneinsatz, der den Sitz verkleinert, dabei. Die mehrfach verstellbare Kopfstütze, der integrierte 5-Punkt-Gurt und Seitenaufprallschutz sorgen für beste Sicherheit.

Britax Römer DUALFIX

429,90 € 480,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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Fazit: Die Beine sind zu lang für die Babyschale

Macht nix. Absolut nicht schlimm. Die Babyschale Nutzungsdauer ist länger als man zunächst denkt. Oft hört man den Vorwurf, dass bei einem Frontalcrash mit einer Babyschale die Beine brechen würden, wenn sie zu lang sind. Das ist jedoch Quatsch, wie soll denn das bei einem Frontalaufprall, der mit 60 Prozent häufigster Fall ist, passieren? Das Kind wird in den Sitz gedrückt. Der Babysitz ist rückwärtsgerichtet, also werden die Beine von der Rückenlehne weggeschleudert.

Oft denken Eltern, dass die Babyschale zu klein geworden ist und setzen ihre Babys viel zu früh in einen (unsichereren) vorwärtsgerichteten Kindersitz, was nicht nur schädlich für Babys Rücken ist, sondern insgesamt ein hohes Risiko birgt. Ein Trugschluss – wie Sie jetzt wissen.


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